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"Die Höhle der Löwen"

16.10.2019

"Die Höhle der Löwen" 2019, Folge 7: Nicht alle Produkte punkten

"Die Höhle der Löwen" 2019, Folge 7: Die Löwen dürfen die Revolution des Marshmallows probieren. Mehr zu den Gründern und Produkten lesen Sie in unserem Nachbericht.

In Folge 7 von "Die Höhle der Löwen" 2019 werden die Löwen zu Naschkatzen: Ein Marshmallow-Eis verzückt die Investoren. Einen Deal gibt es für die Süßspeise trotzdem nicht.

In Folge 7 von "Die Höhle der Löwen" 2019 versuchen sogar sechs (statt normalerweise fünf) Gründer ein Investment der "Löwen" einzuheimsen. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Produkte: eine "Pferde App", Marshmallows und Snowboard-Bindungen. Hier im Nachbericht zu Folge 7 erfahren Sie, wer die "Löwen" überzeugen konnte.

"Die Höhle der Löwen" 2019: Die Kandidaten und Produkte in Folge 7

Soccer Performancesack aus Mannheim

Bülent Yaman (42) ist Hobby-Fußballer und musste in seinem Verein viel Zeit auf der Ersatzbank verbringen. Dabei ist ihm, vor allem im Herbst und Winter, öfter kalt geworden. "Natürlich können sich die Spieler mit dicken Jacken, Mützen und Schals schützen, aber das kostbarste Gut eines Fußballers sind seine Beine. Und die sind der Kälte oft schutzlos ausgeliefert", erklärt der Mannheimer. Um genau dort anzusetzen, erfand Bülent Yaman den "Soccer Performancesack". Die Erfindung besteht aus einem wasser- und winddichten Außenstoff und ist mit weichem Fleece und Thermowatte gefüttert. Der Fußbereich des "Soccer Performancesacks" ist aus Kunstleder, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Auch bei Minusgraden sollen die Beine der Fußballer damit warm und trocken bleiben. Der Gründer hat bereits erste Profi-Vereine ausgestattet.

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Um sich am Markt zu etablieren möchte er 80.000 Euro und einen strategischen Partner - dafür will den Löwen 15 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. Doch die Verkaufszahlen gefallen den Investoren überhaupt nicht: Yaman hat vor den Dreharbeiten erst 150 Säcke verkauft. Damit geht der Hobby-Fußballer ohne Deal nach Hause.

Easy Pan aus Stade

Die Erfinder Tom Becker (40) und sein Schwager Jan Heitmann (33) glauben mit "Easy Pan" die Bratpfanne neu erfunden zu haben. Zu oft sei es passiert, dass beim Servieren oder Wenden des Bratguts etwas daneben geht. Die Familienväter haben über ein Jahr lang an einer Lösung des Problems gearbeitet und schließlich die "Easy Pan" erfunden. Ein Überrollbügel verhindert, dass beim Wenden der Pfanneninhalt auf der Herdplatte landet. Außerdem soll er auch beim Servieren helfen. Zu Hause nutzen die beiden ihren Prototyp bereits ausgiebig und deshalb versuchen sie nun mit dem serienreifen Produkt einen Investor zu finden. Vor allem im Vertrieb und Marketing benötigt das Duo Unterstützung.

Dafür verlangen sie 25.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Ralf Dümmel ist sofort Feuer und Flamme für den abnehmbaren Griff und steigt zu den von den Gründern geforderten Konditionen ein. Der "Pfannenkönig" ist sich sicher, dass es Abnehmer für das Gimmick gibt. 

DHDL 2019: Diese Produkte erhalten keinen Deal in Folge 7

CLEW aus München

Jakob Schneider (25), Johannes Weckerle (27) und Matthias Albrecht (30) sind begeisterte Snowboarder. Die Münchner stört an ihrem Hobby aber das ständige An- und Abschnallen der Bindung. Mit ihrem Start-up CLEW, was für "clever & new" steht, haben sich die Gründer dem Problem angenommen und ein zweiteiliges System mit Step-in-Funktion entwickelt. Ein Teil der neuen Bindung kann an jeden beliebigen Softboot geschnallt werden und der zweite Teil ist auf dem Snowboard montiert. Die Teile lassen sich durch einfaches Auftreten verbinden, ohne Nutzung der Hände. Auch das Lösen der Bindung ist schnell erledigt: Ein Zug am roten Griff und der Mechanismus öffnet sich, gibt das Fußteil frei und ermöglicht den sofortigen Ausstieg aus der Bindung. Die Gründer stehen noch ganz am Anfang und möchte mit Hilfe der Löwen die Produktion starten.

Dafür verlangen sie 200.000 Euro und bieten den Investoren 15 Prozent an ihrem Unternehmen an. Dümmel und Williams zeigen sich von der Problemlösung des Produkts begeistert. Aber für die Löwen sind die Gründer zu unerfahren und der Markt für das Produkt zu spezialisiert. Clew bekommt keinen Deal.

ahead aus Hamburg

Die ehemaligen Bundeswehr-Offiziere Johannes Schröder und Philip Brohlburg sind die Gründer des Start-ups ahead. Die beiden Hamburger haben sich auf Performance Food spezialisiert. Die Idee dahinter: natürliche Produkte zur Steigerung der mentalen und physischen Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Damit will das Duo Menschen dabei unterstützen im Alltag und Beruf ihr volles Potenzial zu entfalten. In der "Höhle der Löwen" stellen sie mit dem Omega Bar ihr neustes Produkt vor. "Ein Snack-Riegel für ganz legales Gehirndoping", kündigt Philip Brohlburg an. Das Besondere: Es ist der erste pflanzliche Omega-3-Riegel weltweit, der DHA aus Meeres-Mikroalgen enthält und so auch Vegetariern diesen wichtigen Nährstoff zugänglich macht.

Jetzt benötigen sie die Hilfe der "Löwen", um den Omega Bar in den bundesweiten Handel zu bringen. Ihr Angebot: 400.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firmenanteile. Doch die Jury glaubt nicht an eine Bewertung von sieben Millionen Euro. Deswegen scheinen auch die 400.000 Euro für zehn Prozent viel zu viel. "Die Firmenbewertung steht nicht im Verhältnis zu dem, was der Partner mit euch gemeinsam machen soll", spricht Ralf Dümmel aus. Damit gibt es keinen Deal für die ehemaligen Offiziere.

Produkte in Folge 7: Marshmallows überzeugen nur geschmacklich

Mellow Monkey aus Gießen

Mit dem Start-up Mellow Monkey will das Gründer-Pärchen Robert (53) und Stephanie (45) Ackermann das Marshmallow neu erfinden. Die Neuheit an ihrer Kreation liegt im Kern: Außen wird der Marshmallow wie gewohnt geröstet, innen befindet sich ein Eiskern. Die beiden haben bereits über 20 handgemachte Variationen im Sortiment. Bereits seit zwei Jahren sind sie auf dem Markt und vertreiben ihre Süßspeise im eigenen Online-Shop sowie über den eigenen Foodtruck, den sie an verschiedenen Orten parken. Außerdem bieten sie auch eine Mellow-Monkey-Bar im Catering-Bereich an. Das reicht den Gründern aber noch nicht, denn sie wollen auch im Einzelhandel erfolgreich sein. Das Paar möchte von den Löwen 100.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Den Löwen schmeckt das Eis vorzüglich, aber weniger das Angebot der Gießener Gründer. Den Löwen ist das "Store-Konzept" zu gewagt. Schließlich steigen die Kosten im Einzelhandel enorm, wie Judith Williams in der Sendung anmerkt. Somit gibt es keinen Deal für die Marshmallow-Macher.

Die Pferde App aus Bonn

Sarah Wendlandt und Christina Terbille präsentieren den Löwen ihre Pferde App, die alle Prozesse in einem Pferdebetrieb steuern und das Stallmanagement erleichtern soll. Nutzer erhalten einen Überblick über die Aktivitäten ihrer Pferde und können so alle Aufgaben rund um Fütterung, Bewegung und der gesundheitlichen Versorgung der Pferde planen. Auch die Mitarbeiterplanung kann über die App erfolgen, die alle Informationen zentral speichert. Weitere Features sind bereits in Planung: zukünftig soll auch eine Verknüpfung mit den Besitzern der Pferde möglich sein. Die App wird in einem monatlichen Abo-System verkauft, das nach Anzahl der Pferde abgerechnet wird.

Neben der Unterstützung im Bereich Vertrieb und Marketing benötigen die beiden Gründerinnen ein Investment von 150.000 Euro. Sie bieten den Löwen dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile an. Zunächst sieht alles nach einem "No Deal" aus, keiner der Gründer möchte einsteigen. Nach einem fast schon verzweifelten Plädoyer der Gründerinnen fasst sich Carsten Maschmeyer ein Herz und gibt ein Gegenangebot ab: 24,9 Prozent anstelle der gewünschten 15 für 150.000 Euro. Trotz des saftigen Prozentsatzes stimmen die Gründerinnen zu.

Die nächste Folge von "DHDL" 2019 läuft am 22. Oktober um 20.15 Uhr auf Vox.(AZ)

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