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Forschung

16.11.2017

Die Liebe des Menschen zum Wein reicht weit zurück

Schon vor 8000 Jahren tranken die Menschen Wein.
Bild: Bob McClenahan/Visit Napa Valley/dpa-tmn (Symbolbild)

Der vergorene Rebensaft wurde schon vor 8000 Jahren hergestellt. Anders als vermutet, liegt die Wiege des Weins aber nicht in Italien oder Griechenland.

Mediziner warnen ja bekanntlich gebetsmühlenartig vor den Folgen zu großen Alkoholkonsums. Doch der Mensch scheint es schon sehr lange nicht lassen zu können, geistige Getränke zu konsumieren. Das belegen jedenfalls aktuelle Forschungsergebnisse. Archäologen haben nämlich in Tongefäßen Rückstände entdeckt, die auf die Herstellung von Wein vor mehr als 8000 Jahren hindeuten.

Was hat die Menschen nur dazu bewogen, überhaupt vergorenen Rebensaft zu probieren und herzustellen? Der mit Sicherheit nicht besonders gut schmeckte. Damals wurden die ersten Städte gegründet. Jericho etwa gab es schon. Die meisten Menschen lebten aber nicht dort, sondern in winzigen Siedlungen. Wenn sie nicht ohnehin umherzogen. Ein karges Leben, voller Entbehrung. Schon an einem Blinddarm oder einem vereiterten Zahn konnte man sterben. Die Sitten waren rau. Mitmenschen waren nicht immer wohlgesonnen. Schnell hatte man ein Messer im Bauch. Da suchte vielleicht der eine oder andere Mensch eine Auszeit im Rausch.

Die Wiege des Weins liegt in Georgien

So oder so ähnlich muss es einmal angefangen haben. Kein schönes Motiv für die Weinherstellung. Trotzdem wurde daraus im Laufe der Jahrtausende eine kultivierte Wissenschaft. Doch wo begann das Ganze nun eigentlich? Nicht etwa in Griechenland oder Italien. Weit gefehlt. Es begann in Georgien.

Für den Weininteressierten aus der Region übrigens kein so schwer erreichbares Reiseziel. Ab Memmingen geht es seit 2016 per Direktflug nach Georgien – hin zur Wiege des Weins. Zum Wohl.

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