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Hitzewelle 2018

03.08.2018

Die Ostsee ist so warm wie das Mittelmeer

Volle Strände in Zinnowitz: Das Wasser an der Ostseeküste ist inzwischen fast so warm wie an Mittelmeerstränden.
Bild: Stefan Sauer, dpa (Symbolbild)

Die Hitzewelle 2018 geht weiter und an der Ostsee sind die Wassertemperaturen inzwischen so hoch wie im Mittelmeer. Die Hitze hat aber auch ernste Konsequenzen.

Die Hitzewelle scheint nicht abzureißen und in Deutschland lässt es sich plötzlich baden, als wäre es Italien. Tatsächlich sind die Wassertemperaturen in der Ostsee ähnlich hoch wie im Mittelmeer: Die Temperaturen an der Oberfläche pendeln zwischen 23 und 25 Grad. Das geht aus den Prognosen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg hervor.

Volle Strände in Zinnowitz: Das Wasser an der Ostseeküste ist inzwischen fast so warm wie an Mittelmeerstränden. Foto: Stefan Sauer
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Hitzewelle 2018: Das Wetter in Deutschland spielt verückt
Bild: Stefan Sauer (dpa)

Bei der Hitzewelle 2018 scheint bisher kein Ende in Sicht

"Die Normalwerte im Juli liegen bei 17 oder 18 Grad", sagt Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In Ueckermünde am Haff hat sich das Wasser sogar auf 27 Grad aufgeheizt. Zum Vergleich: An der französischen Côte d'Azur werden im Wasser zurzeit ebenfalls rund 27 Grad gemessen. Schwimmer in der Lübecker Bucht können sich in der Nähe der Urlauberhochburg Timmendorfer Strand über Wassertemperaturen von 24 bis 25 Grad freuen. Die Insel Fehmarn liegt mit 23 bis 24 Grad nahezu gleichauf. An der Kieler Förde sind es 24 Grad, ebenso in Eckernförde. Am Ostseebad Flensburg soll die Wassertemperatur sogar 25 bis 26 Grad erreichen.

Und auch in den kommenden Tagen dürfte sich das Wetter nicht groß ändern : Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit könnte die 28 bis 38 Grad heiße Luft sogar noch wärmer erscheinen, wie der DWD zu den Aussichten für die kommenden Tage berichtete. Am Sonntag und Montag kommt es zumindest in der Nordhälfte stellenweise zu einer leichten Abkühlung. An der See betragen die Temperaturen dann nur noch 21 Grad. Im Süden wird bei Temperaturen zwischen 28 und 35 Grad weiter geschwitzt.

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Hitzewelle 2018: Heißes Wetter hat ernste Konsequenzen für die Natur

Üble Folgen hat die Hitzewelle mancherorts für die Natur. An Flüssen wie dem Main und der Donau herrscht Niedrigwasser. In Hamburg sorgte die Hitze am vergangenen Wochenende für ein dramatisches Fischsterben. Mit den steigenden Wassertemperaturen ist die Schmerzgrenze für Äschen und Bachforellen erreicht. 27,4 Grad hat der schweizerische Fischereiverband im Wasser bei Stein am Rhein westlich des Bodensees gemessen. Und Forstminister Peter Hauk (CDU) warnte bereits in der vergangenen Woche vor der hohen Waldbrandgefahr : "Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder ein aus dem Ruder gelaufenes Grillfeuer kann verheerende Folgen haben." Bei einem Besuch im Wald solle man sich daher an bestimmte Regeln wie das Rauchverbot halten.

01.08.2018, Bayern, Bogen: Der Freistaat Bayern ächzt weiter unter der Hitzewelle. Die Donauschifffahrt leidet inzwischen unter der anhaltenden Trockenheit. Zwischen Straubing und Vilshofen können Schiffer nicht mehr so viel Ladung wie unter normalen Wetterbedingungen transportieren. Kamera: Armin Weigel/dpa
Video: dpa

Wie lange dauert die Hitzewelle noch? Und wie sehen die Vorhersagen für die nächste Woche aus? In diesem Artikel lesen Sie mehr.

(AZ/dpa)

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