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Tatort Kritik

26.05.2019

"Die ewige Welle": So wird der München-Tatort heute

Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec) sind bei ihren Ermittlungen nicht immer einer Meinung. Szene aus dem Tatort "Die ewige Welle", der heute im Ersten läuft.
Bild: Hendrik Heiden/Wiedemann & Berg", BR

Beim München-Tatort heute wird's persönlich: Batic und Leitmayr holt eine Geschichte aus den 80ern ein. Lohnt sich "Die ewige Welle"? Die Kritik.

  • "Die ewige Welle" heißt der neue Tatort aus München, der heute am Sonntag (wegen der Europawahl erst um 20.25 Uhr) im Ersten läuft.
  • Der Fall steigt tief ein in die Vergangenheit von Kommissar Franz Leitmayr. Als Kulisse dient der Münchner Eisbach.
  • In unserem Schnellcheck bekommen Sie alle Infos zu den Tatort-Kommissaren, Handlung, Kritik und Darstellern.

Handlung: Der München-Tatort heute am Sonntag im Schnellcheck

Nach einer nächtlichen Surfsession an der Welle im Münchner Eisbach wird Mikesch (Andreas Lust) Opfer einer Messerattacke. Er überlebt schwer verletzt. Mikesch war Anfang der 80er Jahre ein enger Freund von Leitmayr (Udo Wachtveitl). Gemeinsam mit der Holländerin Frida (Ellen ten Damme) verbrachten sie einen aufregenden Sommer zu dritt am Strand des portugiesischen Fischerorts Nazaré. Kurz darauf brach Franz den Kontakt zu beiden wortlos ab.

Nazaré, Portugal 1984: Er hatte eine Dreiecksbeziehung und schrieb mal Gedichte. Der neue Münchner «Tatort» steigt tief ein in die Vergangenheit von Kommissar Franz Leitmayr.
Bild: Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. KG, BR

Als er jetzt, Jahrzehnte später, wieder auf Mikesch trifft, ist plötzlich die ganze Vergangenheit wieder nah. Batic (Miroslav Nemec) wundert sich über seinen Freund ebenso wie über den schrägen Vogel Mikesch, der statt mit der Polizei zu kooperieren aus dem Krankenhaus flüchtet. Mikesch hat ein Geschäft abzuwickeln, bei dem die Polizei stört.

Kritik: Lohnt es sich, bei "Die ewige Welle" heute einzuschalten?

Die „ewige Welle“ am Englischen Garten ist längst zu einem Münchner Mythos geworden. Surfer lieben die kultige Fluss-passage. Man kennt die waghalsigen Aktionen wie das „Brettlrutschen“ auf alten Türen. Allerdings sind für viele Anfänger die Wellen tabu, da die Surfkünstler zwar das Brett beherrschen, aber das Risiko unterschätzen.

Dieser Tatort mischt etwas willkürlich das Eisbachphänomen und die Vergangenheit von Leitmayr. Es geht um die gescheiterte Freundschaft zu seinem Freund Mikesch, einem kriminellen Chaoten (stark: Andreas Lust). Batic wundert sich über seinen Kollegen ebenso wie über den „windigen, kleinen Amateurdealer“, wie er den schrägen Vogel Mikesch nennt. Auffallend: Die künstlich angelegte Stromschnelle wird zur Metapher des Großstadttraums, von der auch Wachtveitl sich faszinieren lässt.

Mikesch ist der Zyniker. Skrupellos verhökert er Schmerzmittel als Drogenersatz. Er führt ein Leben der verpassten Chancen. Im letzten Moment flieht er vor der Polizei. Es beginnt ein Verwirrspiel, aus dem die Beamten zunächst nicht schlau werden. Überhaupt kommt „Die ewige Welle“ unnötigerweise reichlich kompliziert und pathetisch daher. Was schade ist.

Eine Spur führt zur Ex-Geliebten, die dem allein lebenden Ermittler Wachtveitl einen ordentlichen Schlag versetzt. Denn Frida erwähnt beiläufig, dass sie einen Sohn hat. Der Zuschauer fragt sich nun: Weiß Mikesch mehr über das portugiesische Liebesabenteuer des Trios und eine mögliche Vaterschaft des Hauptkommissars Wachtveitl?

Schauspieler: Das sind die Darsteller im München-Tatort heute

  • Ivo Batic: Miroslav Nemec
  • Franz Leitmayr: Udo Wachtveitl
  • Mikesch Seifert: Andreas Lust
  • Robert Kraut: Justus Johanssen
  • Frida de Kuyper: Ellen ten Damme
  • Heinrich Michael: Tregor Maya
  • Luise Aschenbrenner: Verena Lena Baader
  • Kalli Hammermann: Ferdinand Hofer
  • Dr. Matthias Steinbrecher: Robert Joseph Bartl
  • Svenja: Genija Rykova
  • Werner Kraut: Klaus Stiglmeier
  • Frida (jung): Giulia Goldammer
  • Mikesch (jung): Jonathan Müller
  • Franz Leitmayr (jung): Sören Wunderlich

Tatort heute: Vorschau, Stream und ganze Folgen in der ARD-Mediathek

Das Erste zeigt alle Tatort-Folgen parallel zur TV-Ausstrahlung am Sonntag auch als Live-Stream in der ARD-Mediathek (zur Mediathek). Die Folgen sind dort im Anschluss über mehrere Wochen abrufbar - aus Jugendschutzgründen allerdings nur zwischen 20 und 6 Uhr. Ein Vorschau zu jedem neuen Fall postet das Erste zudem immer auch auf der Tatort-Facebook-Seite.

Der neue "Tatort" aus München

Eine Messerattacke auf einen Eisbach-Surfer führt die Münchner Ermittler tief in Leitmayrs Vergangenheit. "Die ewige Welle" heute (Achtung!) um 20:25 Uhr im Ersten: www.tatort.de

Gepostet von Tatort am Freitag, 24. Mai 2019

 

Kommissare: Batic und Leitmayr sind das Tatort-Team in München

Miroslav Nemec alias Ivo Batic und Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr sind echtes Tatort-Urgestein. Seit 1991 ermittelt das Duo in München. Batic und Leitmayr kennen sich in- und auswendig, sind mehr Freunde als Kollegen. Es wird gern gefrotzelt, beide sind auf einer Wellenlänge - allerdings nicht immer. Gelegentlich kann es auch mal laut werden zwischen den beiden. Beide sind alleinstehend, haben immer mal wieder weibliche Bekanntschaften, allerdings nie von Dauer.

Der Tatort lockt Sonntag für Sonntag Millionen vor den Fernseher. Aber wer ermittelt eigentlich wo? Diese  Kommissare bzw. Teams sind derzeit im TV-Einsatz.
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Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Bild: Christine Schroeder, NDR

Batic, gebürtiger Kroate und bei Pflegeeltern im Berchtesgadener Land aufgewachsen, ist leidenschaftlich und kann auch mal austeilen. Ungerechtigkeit und Ausländerhass bringen ihn schnell in Rage. Bei seinen Ermittlungen setzt er gern auf Bauchgefühl und Instinkt. Leitmayr ist ein Münchner Original, aufgewachsen im Glockenbachviertel, ein Grantler mit philosophischem Tiefsinn und ebenfalls starkem Gerechtigkeitsempfinden. Seit 2014 werden sie vom jungen Kriminalkommissar Karl-Heinz Hammermann, genannt Kalli, unterstützt.

Sendetermine: Das sind die kommenden Tatort-Folgen am Sonntag

  • 02. Juni: "Tatort: Glück allein" (Wien)
  • 09. Juni: "Tatort: Fangschuss" (Wdh., Münster)
  • 10. Juni: "Tatort: Kaputt" (Köln)
  • 16. Juni: "Tatort: Ausgezählt" (Luzern)
  • 23. Juni: "Tatort: Borowski und das dunkle Netz" (Wdh., Kiel)
  • 30. Juni: "Tatort: Der Fall Holdt" (Hannover, Wdh.)
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