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Germanwings-Flug 4U9525

22.04.2015

Dobrindt: Copilot brachte Germanwings-Airbus bewusst zum Absturz

Nach dem Stimmrekorder (Abbildung) von Germanwings-Flug 4U9525 war auch der Flugdatenschreiber gefunden worden.
Bild: BEA/Archiv (dpa)

Germanwings-Pilot Andreas Lubitz hat 149 Menschen und sich selbst bewusst in den Tod gesteuert. Das sei nun abschließend klar, erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

Die detaillierte Auswertung der beiden Flugschreiber der Germanwings-Maschine erhärtet den Verdacht, dass der Copilot den Airbus mit voller Absicht gegen einen Berg gesteuert hat. Es sei nun abschließend klar, dass der Copilot mehrfach bewusst eingegriffen habe, um die Maschine zum Absturz zu bringen, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Bundestags-Verkehrsausschusses in Berlin.

Blumen und Kerzen sind am 17.04.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) vor dem Dom vor der Trauerfeier für Germanwings-Opfer, zu sehen. Bei dem Flugzeugabsturz in den französischen Alpen waren am 24. März 150 Menschen ums Leben gekommen. Foto: Maja Hitij/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
13 Bilder
Die Bilder der Trauerfeier für die Germanwings-Opfer
Bild: Maja Hitij

Der 27-Jährige habe sowohl die Höhe als auch die Geschwindigkeit nachgesteuert und zudem aktiv das Steuer betätigt. Damit sei durch die Aufzeichnungen von Stimmenrekorder und Flugdatenschreiber die Handlungsfähigkeit des Mannes "voll nachgewiesen".

Dobrindt kündigte für Mai einen Testflug auf der Route von Unglücksflug 4U9525 an, um letzte noch offene Fragen zu klären. Das soll etwa helfen, aufgezeichnete Geräusche besser einzuordnen, zu denen sich nichts auf dem Datenrekorder wiederfindet. Ein Zwischenbericht soll nach Dobrindts Worten "relativ bald" veröffentlicht werden. Es werde noch einige Wochen dauern, aber bei weitem nicht das vom Gesetzgeber maximal vorgesehene Jahr.

Dobrindt hatte den Ausschuss gemeinsam mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert. Germanwings-Flug 4U9525  war vor gut vier Wochen in den französischen Alpen gegen einen Berg geprallt. Alle Insassen starben.

Copilot Andreas Lubitz hatte es den Ermittlungen zufolge ausgenutzt, dass der Pilot auf die Toilette musste, und diesen aus dem Cockpit ausgesperrt. Dann leitete er den minutenlangen Sinkflug ein - der in der Katastrophe endete.  dpa

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