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Frankfurt

09.05.2019

Drohne legt Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen kurzzeitig lahm

Wegen einer Drohne ist der Flugbetrieb am Flughafen Frankfurt derzeit eingestellt.
Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbol)

Am Frankfurter Flughafen wurde am Donnerstagvormittag eine Drohne gesichtet. Deshalb wurde vorübergehend der Flugbetrieb eingestellt.

Der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen wurde am Donnerstagvormittag kurzzeitig eingestellt, weil eine Drohne gesichtet worden war. Aus Sicherheitsgründen seien deshalb keine Starts und Landungen möglich gewesen, teilte ein Sprecher des Flughafen-Betreibers Fraport am Morgen mit. Zuvor hatte Hessenschau.de über den Zwischenfall berichtet.

Nur kurze Zeit später gab die Bundespolizei in Absprache mit der Flugsicherung den Betrieb wieder frei. Die Drohne sei nicht mehr gesichtet wurden, hieß es am Donnerstagvormittag. Laut Sprecher seien die Hintergründe der Störung noch unklar. Landes- und Bundespolizei arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung. Unter anderem ein Hubschrauber sei im Einsatz.

Störung des Flugbetriebs in Frankfurt: Forderung nach Drohnen-Abwehr

Zwischenfälle wie diese kommen immer häufiger vor. Erst Ende März musste der Frankfurter Flughafen wegen einer Drohnensichtung 30 Minuten lang den Flugverkehr unterbrechen. Dadurch kam es zu zahlreichen Verspätungen. Allein in den vergangenen Monaten kam es laut Bundesverkehrsministerium zu 17 Zwischenfällen mit Drohnen. 2018 registrierte die deutsche Flugsicherung insgesamt 158 Behinderungen des Luftverkehrs aufgrund von Drohnen. Das waren rund 80 Prozent mehr als noch 2017. Die meisten Störungen gab es demnach am Flughafen in Frankfurt/Main (31). In München waren es immer 14. FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuther forderte deshalb, die Bundesregierung solle sich mit dem Thema Drohnenabwehr auseinander setzen. Ein ähnlicher Fall sorgte im Februar im Flugbetrieb.

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In Deutschland sind Drohnenflüge über den Start- und Landebereich an Flughäfen verboten - genauso wie über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen. Dort, wo es erlaubt ist, müssen die Geräte während des Fluges grundsätzlich in Sichtweite bleiben und dürfen nicht höher fliegen als 100 Meter. Ausnahmen gibt es auf Modellflugplätzen.

Drohnen stören immer wieder den Flugbetrieb

Auch in Großbritannien gab es bereits mehrere Zwischenfälle. An den beiden Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick kam es innerhalb kurzer Zeit zu Drohnensichtungen, der Flugbetrieb musste in beiden Fällen unterbrochen werden. Kurz vor Weihnachten 2018 hatten Zeugen im Luftraum beim Flughafen Gatwick Drohnen gesichtet. Etwa 1000 Flüge waren aus Sicherheitsgründen gestrichen oder umgeleitet worden. Betroffen waren insgesamt 140.000 Passagiere. In Heathrow waren die Konsequenzen nicht ganz so weitreichend. Der Flugbetrieb war dort lediglich für gut eine Stunde lahmgelegt.

Dennoch zogen die britischen Flughäfen Konsequenzen aus den Zwischenfällen. Dort soll künftig eine spezielle Abwehrtechnologie zum Einsatz kommen. Laut dem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA soollen dafür mehrere Millionen Pfund investiert werden.

Doch wie funktioniert die Drohnen-Abwehr? Dem Bericht zufolge könne eine Anti-Drohnen-Technologie die Kommunikation zwischen einer Drohne und dem Betreiber blockieren. Die entsprechende Technik würde auf dem Dach des Flufhafens Gatwick stationiert. Sie habe eine Reichweite von mehreren Meilen und durch die Nutzung von vier Radaren einen 360-Grad-Winkel. (ne, dpa)

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