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Düsseldorf, Bilk
30.08.2018

Frau in Düsseldorf erstochen: Verdächtiger nach Mord festgenommen

Eine 36 Jahre alte Frau ist in Düsseldorf erstochen worden. Nach dem Verdächtigen wurde mit großem Aufwand und internationalem Haftbefehl gefahndet.
Foto: Christophe Gateau, dpa

Nach dem Mord an einer Frau in Düsseldorf wurde der mutmaßliche Täter in Sevilla festgenommen. Ali S. soll die Frau im Stadtteil Bilk niedergestochen haben.

Eineinhalb Wochen nach einer tödlichen Attacke auf eine Frau auf einer Straße in Düsseldorf ist der mutmaßliche Täter Ali S. in Spanien festgenommen worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Zuvor hatte die Bild darüber berichtet. Dem Bericht zufolge wurde der Iraner in Sevilla gestellt.

 

Festnahme nach Mord in Düsseldorf: Motiv noch nicht endgültig geklärt

Der Verdächtige soll die 36 Jahre alte Frau am Montag vergangener Woche verfolgt, heimtückisch angegriffen und erstochen haben. Der 44-jährige Iraner und sein Opfer hatten sich den Ermittlern zufolge gekannt: Die Frau hatte in unmittelbarer Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann arbeitete.

Als Tatmotiv kommt den Ermittlungen zufolge verschmähte Liebe in Betracht. In einem von den Ermittlern als echt eingestuften Brief hatte der Iraner der Frau seine Zuneigung offenbart und sie gebeten, die Blockade seiner Telefonnummer aufzuheben. Ali S. ist nicht vorbestraft. Er war 2001 nach Deutschland gekommen.

Nach dem Verdächtigen war mit großem Aufwand und internationalem Haftbefehl gefahndet worden. Unter anderem war der Fall auch Thema in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst".

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Mutmaßlicher Täter festgenommen: Ali S. kannte die ermordete Frau

Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde am Tag nach dem Mord gegen den Mann Haftbefehl wegen Verdachts des heimtückischen Mordes erlassen. Er hatte die 36-jährige Frau demnach hinterrücks auf offener Straße mit einem Messer angegriffen und ihr laut Polizei "multiple Schnitt- und Stichverletzungen" beigebracht.

Der 44-Jährige hält sich den Behörden zufolge seit 2001 in Deutschland auf und besitzt seit 2010 den Status eines Flüchtlings. Laut Polizei kannten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer. Nach Ermittlerangaben ist der Tatverdächtige zu 50 Prozent schwerbehindert - womöglich sei diese Behinderung psychischer Natur.

Ein Passant wurde Zeuge der Messer-Attacke in Düsseldorf

Ein Passant war nach Angaben der Ermittler Augenzeuge der Tat geworden. Er habe auf der Straße Schreie gehört und sich umgedreht, berichtete der Zeuge. Dabei habe er gesehen, wie der Mann im hellblauen Trainingsanzug auf die Frau eingestochen habe.

Der Augenzeuge hatte gemeinsam mit einem Radfahrer den flüchtenden mutmaßlichen Messerstecher verfolgt und ihn in einem Gebüsch aufgespürt. Mit dem Messer drohend sei Ali S. dann auf die Männer zugegangen, die daraufhin die Verfolgung abbrachen. Speziell ausgebildete Spürhunde der Polizei verloren die Fährte des Mannes in der Innenstadt. (dpa)

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