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Nepal

29.04.2015

Dutzende Deutsche werden nach Erdbeben noch vermisst

Nach dem schweren Beben in Nepal werden noch zahlreiche deutsche Touristen vermisst.
Bild: Will Oliver, dpa

Nach dem schweren Erdbeben in Nepal werden noch zahlreiche Deutsche vermisst. Das Problem: Es gibt keine Meldepflicht für Bundesbürger im Ausland.

Auch vier Tage nach dem Erdbeben in Nepal wurden am Mittwoch nach Angaben des Auswärtigen Amts noch etliche Deutsche vermisst. Die Zahl der Deutschen in Nepal, deren Aufenthaltsort ungewiss sei und zu denen kein Kontakt bestehe, liege „im hohen zweistelligen Bereich“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin gegenüber unserer Zeitung. Am Tag zuvor war in verschiedenen Medienberichten von etwa 150 vermissten Deutschen die Rede.

Das Problem: Es gebe keine Meldepflicht für Deutsche im Ausland. Trekkingtouristen und Bergsteiger würden vor ihrer Reise nur selten Kontakt mit der Botschaft in Kathmandu aufnehmen, sagt der Sprecher. Der Tod eines Deutschen – ein Göttinger Uniprofessor, der bei einer Expedition im Himalaja während des Erdbebens von Gesteinsbrocken erschlagen wurde – ist bestätigt. Der eigens eingerichtete Krisenstab des Auswärtigen Amtes schließt aber weitere deutsche Todesopfer nicht aus.

Rund 500 Deutsche während Erdbeben in Nepal

Etwa 500 Deutsche sollen sich zur Zeit des Erdbebens in Nepal aufgehalten haben, viele hundert seien inzwischen abgereist. Die meisten waren laut Auswärtigem Amt als Individualtouristen oder in kleinen Gruppen unterwegs. Derzeit würden in der deutschen Botschaft in Kathmandu, wo in den ersten Nächten etwa 50 deutsche Urlauber im Garten übernachteten, vorwiegend kleinere Gruppen betreut.

Sie hätten die letzen Tage und Nächte unter schwierigen Bedingungen in den Bergen verbracht und seien oft traumatisiert, so der Sprecher. Weiterhin würden Bergsteiger aus den entlegenen Regionen des Himalaja gerettet. Es gebe auch Hinweise, dass in diesen schwer zugänglichen Gebieten Deutsche vermisst sind.

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