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Widerstand gegen Impfung

13.11.2018

Ebola-Virus fordert mehr als 200 Tote im Kongo

Eine Mitarbeiterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereitet Impfungen gegen Ebola für Helfer vor.
Bild: Al-Hadji Kudra Maliro/AP (dpa)

Vor zwei Monaten ist der Ebola Virus im Kongo ausgebrochen. An den Folgen der Erkrankung sind bereits 201 Menschen umgekommen. Gegen die Impfung gibt es Widerstände.

Der derzeitige Ebola-Ausbruch ist bislang der schwerste im Kongo. Bisher sind bereits 291 Fälle bestätigt worden, wie das kongolesische Gesundheitsministerium am Samstagabend mitteilte . Mehr als 28.000 Menschen seien gegen die Krankheit geimpft worden.

Der jüngste Ausbruch des gefährlichen hämorrhagischen Fiebers konzentriert sich auf die Großstadt Beni und ihre Umgebung in der unruhigen Provinz Nord-Kivu.

Dort sind mehrere Milizen und Rebellengruppen aktiv, was es Helfern schwer macht, Patienten schnell aufzusuchen, zu isolieren und ihre Angehörigen zu kontaktieren. Auch gegen die Impfung gibt es in der Bevölkerung - die von einem tiefen Misstrauen gegen die Regierung geprägt ist - Widerstände.

Ebola-Virus: Ein sehr gefährlicher Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt, es verursacht Fieber und oft massive innere Blutungen. Bei einer Epidemie 2014/2015 starben in Westafrika mehr als 11 000 Menschen. Infizierte können das Virus leicht übertragen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt es zur Übertragung des Virus auf den Menschen durch Körperkontakt mit infizierten, kranken oder toten Wildtieren, wie Affen oder Stachelschweinen. Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt durch direkten Körperkontakt, so die WHO. Auch der Kontakt mit dem Blut, anderen Körperflüssigkeiten sowie entnommenen Organen infizierter Personen per direkter Kontaktinfektion überträgt das Virus. Die Bezeichnung des Virus geht auf den gleichnamigen Fluss im Kongo zurück. In dessen näherer Umgebung kam es 1976 zum ersten großen Ausbruch des Ebola-Virus. (dpa)

Mitteilung Gesundheitsministerium

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