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Lufthansa

04.12.2018

Ehemaliger Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber gestorben

Wolfgang Mayrhuber, früherer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, ist tot.
Bild: Oliver Berg, dpa (Archiv)

Der langjährige Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Wolfgang Mayrhuber, ist nach schwerer Krankheit gestorben. 45 Jahre arbeitete er für den Kranich.

Wolfgang Mayrhuber, ehemaliger Chef der Lufthansa ist im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.  Sein Nach-Nachfolger, Carsten Spohr, dankte dem Verstorbenen am Montagabend „für seine großen Verdienste“. Der Österreicher Mayrhuber habe Deutschlands Vorzeige-Airline stark geprägt, so Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr.

Verstorbener Mayrhuber: 45 Jahre bei Lufthansa beschäftigt

Der gelernte Maschinenbau-Ingenieur Wolfgang Mayrhuber war 45 Jahre bei der Lufthansa AG beschäftigt. Anfang der 1990er-Jahre hatte der damalige Lufthansa-Chef Jürgen Weber ihn in sein Sanierungsteam berufen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Mayrhuber bereits 20 Jahre für die Fluggesellschaft gearbeitet. Aus dem damaligen Sanierungsteam haben anschließend einige Karriere bis an die Spitze des Lufthansa Konzerns gemacht. So sind Mayrhubers Nachfolger Christoph Franz und wiederum dessen Nachfolger Carsten Spohr auch Teil des Weber-Teams gewesen.

Wolfgang Mayrhuber: Eigentlicher Wunschberuf Pilot

Der Oberösterreicher aus Waizenkirchen fing 1970 bei der Triebwerks-Instandhaltung in Hamburg an. Zuvor hatte er sich vergeblich als Pilot bei den Fluggesellschaften Lufthansa, Austrian und Swiss beworben. Mayrhofers Weg führte über den Vorsitz der Lufthansa Technik, die einfache Mitgliedschaft im Konzernvorstand ab 2001 und die Nachfolge Webers im Amt des Vorstandsvorsitzenden ab Juni 2003. "Mr. Lufthansa" Weber wurde zum Mentor und Freund Mayrhubers. Zum Jahreswechsel 2010/2011 gab Mayrhuber den Chefposten an Christoph Franz weiter. 

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Wolfgang Mayrhuber wurde als charmant und umgänglich beschrieben. Sein Zahlengedächtnis war legendär. Privat interessierte sich der Manager für klassische Musik, Architektur und Skifahren. Seiner österreichischen Heimat blieb er stets verbunden, lebte nach seiner aktiven Zeit in Salzburg und auf einem Bauernhof. Er hinterlässt Frau und drei Kinder.

Mayrhuber prägte als Manager die Lufthansa AG

Wolfgang Mayrhuber war dafür verantwortlich, dass sich die Lufthansa auf ihr Kerngeschäft konzentrierte. Außerdem stellte man sich im deutschsprachigen Raum durch die Übernahmen der allein nicht mehr lebensfähigen Staats-Carrier Swiss und Austrian weiter auf. Der Trend zum Billigflieger wurde hingegen auch von Mayrhuber lange unterschätzt. Abgestoßen wurde die Touristikbeteiligung Thomas Cook mit dem Ferienflieger Condor.

Manager Mayrhuber saß in zahlreichen Aufsichtsräten, was ihm insbesondere bei seiner Berufung zum Lufthansa-Chefaufseher im Mai 2013 Probleme bereitete. Angelsächsische Investorenberater störten sich an der Ämterhäufung Mayrhubers und rieten von seiner Wahl ab. Mit dem historisch schwachen Ergebnis von 63,2 Prozent wurde der verheiratete Familienvater nach langem Hin und Her schließlich doch noch an die Spitze des Aufsichtsrates gewählt, erneut als Nachfolger der grauen Lufthansa-Eminenz Weber. 

Als Chefkontrolleur hat Mayrhuber nicht immer ein glückliches Händchen. Als Lufthansa-CEO Franz zum Schweizer Roche-Konzern wechselte, dauerte die Suche nach einem Nachfolger so lange, dass das nächste Eigengewächs Spohr sich schon beschädigt vorkommen musste, aber schließlich doch noch auf dem gewünschten Chefsessel landete. Mit der Neuaufstellung der Zweitmarke Eurowings wurde endlich auch eine Antwort auf die Billigflieger gefunden. Gegen Ende seiner bis September 2017 laufenden Amtszeit war Mayrhuber bereits von schwerer Krankheit gezeichnet und musste bei seiner letzten Hauptversammlung in Hamburg beim Gehen gestützt werden. (dpa, AZ)

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