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Eppstein

21.06.2012

Ein ganzes Haus in schwarz-rot-gold

Dennis Reinhardt steht am Dienstag (19.06.2012) in Frankenthal mit einer Deutschlandfahne vor seinem Wohnhaus. Der 28-Jährige Fußballfan hat das Haus seiner Familie zur Fußballeuropameisterschaft mit über 200 schwarz-rot-goldenen Fahnen, Wimpeln und Girlanden geschmückt.
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Dennis Reinhardt steht am Dienstag (19.06.2012) in Frankenthal mit einer Deutschlandfahne vor seinem Wohnhaus. Der 28-Jährige Fußballfan hat das Haus seiner Familie zur Fußballeuropameisterschaft mit über 200 schwarz-rot-goldenen Fahnen, Wimpeln und Girlanden geschmückt.
Bild: Uwe Anspach

"Wer zur Nationalmannschaft steht, soll das auch zeigen". Dennis Reinhardt aus Eppstein in der Pfalz lebt sein Motto. Aber Deutschland-Trikot und Fanschminke sind ihm zu wenig, da muss schon das ganze Haus herhalten.

Sie hängen von den Balkonen, verhüllen die Fassade und stecken in den Blumenkästen: schwarz-rot-goldene Fahnen, Wimpel, Girlanden und Schals. Mit mehr als 200 Fanartikeln hat Dennis Reinhardt aus dem pfälzischen Eppstein das Haus seiner Familie zur Europameisterschaft herausgeputzt. Nun sticht es aus der gutbürgerlichen Umgebung heraus wie ein bunter Hund. Für den Schöpfer des Gesamtkunstwerks in Nationalfarben ist das allerdings keine große Sache: "Ich stehe eben zur deutschen Mannschaft", sagt der 28-Jährige.

Angefangen hat alles mit ein paar Fähnchen bei der Fußball-WM vor zehn Jahren, berichtet der Energieelektroniker. Bei jeder Welt- oder Europameisterschaft wurde es dann mehr. Im Supermarkt an Fanartikeln einfach vorbeigehen? Geht gar nicht! "Ich kaufe immer irgendwas, wenn ich was sehe", sagt Reinhardt. Vor zwei Jahren hat er dann zugeschlagen und einen ganzes Fanartikel-Depot in Berlin aufgekauft. Mehrere tausend Euro hat er bereits investiert. Die größte Fahne, die den Giebel des Mehrfamilienhauses ziert, ist acht Meter lang.

"Wer zur Nationalmannschaft steht, soll das auch zeigen"

Doch langsam sei das Maximum des Möglichen erreicht, räumt der 28-Jährige ein. Mehr als zwölf Stunden hat er diesmal zusammen mit Freunden geschuftet, um das Mehrfamilienhaus für das Fußball-Großereignis zu schmücken. Dazu haben sie sich sogar einen Lastwagen mit Hebevorrichtung ausgeliehen. Für die kleineren Fähnchen hat Reinhardt selbst Halterungen geschweißt - natürlich auch in den Nationalfarben.

Das Hausinnere ist allerdings tabu: "Meine Freundin sagt, es reicht, wenn ich es außen schmücke." Dem Viertelfinale gegen Griechenland an diesem Freitag sieht Reinhardt voll Zuversicht entgegen. Für ihn ist es keine Frage, dass die deutsche Mannschaft am Ende des Turniers in Polen und der Ukraine als Sieger feststehen wird. Doch so oder so blieben die Fahnen bis zum Endspiel hängen, versichert er - aber dann ist auch erstmal Schluss mit schwarz-rot-gold. Bis es wieder losgeht, 2014 zur Fußball-WM in Brasilien.

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