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Kino-Kritik & Trailer

13.12.2017

"Eine kanadische Reise": Lohnt sich der Film?

Pierre (Gabriel Arcand, li.) und Mathieu (Pierre Deladonchamps).
Bild: Temperclay

Im Kino-Film "Eine kanadische Reise" hat Matthieu nie von seinem Erzeuger erfahren. Bis er gestorben ist. Die Kritik zum Film.

Über seinen Vater weiß Mathieu (Pierre Deladonchamps) so gut wie nichts. Die Mutter hat ihr Geheimnis mit ins Grab genommen. Einige Jahre später meldet sich ein Freund des Vaters. Der sei ums Leben gekommen und er wolle ihm von dem Verstorbenen ein Päckchen zusenden. Spontan entscheidet Mathieu sich, zur Beerdigung von Paris ins kanadische Montreal zu fliegen, um wenigstens seine beiden Halbbrüder einmal kennenzulernen.

Am Flughafen holt ihn Pierre (Gabriel Arcand), der Freund des Vaters, ab und scheint wenig begeistert von Mathieus Entdeckungsdrang. Die Familie wisse nichts vom außerehelichen Sohn und das solle auch so bleiben. Dennoch willigt er ein, dass Mathieu mit ihm und den beiden Söhnen gemeinsam nach der Leiche des Verstorbenen sucht, der beim Angeln in einem See ertrunken ist. Mathieu erkundet die Familie und stellt fest, dass die Geschwister, die sich schon um das Erbe streiten, keineswegs seinen Vorstellungen entsprechen. Pierres Familie hingegen interessiert sich mehr für ihn und auch der unwirsche Freund des Vaters taut auf.

Mit nüchterner Sensibilität und ohne Rührseligkeit erzählt Philippe Lioret in „Eine kanadische Reise“ von der Spurensuche. Pierre Deladonchamps spielt mit zurückhaltender Genauigkeit, der fabelhafte Gabriel Arcand bezaubert mit seiner stillen Präsenz.

  • Die kanadische Reise (1 Std. 38 Min.), Drama, Frankreich 2016
  • Wertung: 4 von 5 Sterne
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