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Tatort gestern

28.01.2019

"Ende eines langen Missverständnisses": Kritik zum Tatort

Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) in einr Szene des Tatort "Der Pakt". Es war der letzte Auftritt im Saarbrücken-Krimi.
Bild: Manuela Meyer, SR

Mit "Der Pakt" verabschiedet sich Devid Striesow als Jens Stellbrink vom Saarbrücken-Tatort. Die Herzen der Kritiker konnte der Kommissar auch zum Schluss nicht erreichen. Die Pressestimmen.

Jens Stellbrink und der Tatort, das war eine schwierige Beziehung. Seit 2013 ermittelte der esoterisch angehauchte Paradiesvogel unter den Krimi-Kommissaren in Saarbrücken; meist mit ordentlicher Quote - und fast immer mit ziemlich vernichtenden Kritiken.

Mit "Der Pakt" ist nun Schluss für Schauspieler Devid Striesow beim Tatort. Ein Blick in die Medien zeigt: Auch zum großen Finale wird es keine Liebe mehr zwischen Kommissar und Kritikern. Die Mehrheitsmeinung: ein langes Missverständnis hat endlich ein Ende. Die Pressestimmen.

Kritik zum Tatort gestern: Mittelmäßige Vorabendserie aus Saarbrücken

Dieser Tatort ist das Ende eines langen Missverständnisses, während dessen sich Devid Striesow als Jens Stellbrink immer viel zu locker durch schwierige Fälle schunkeln musste. Ciao, ciao, schubidu! Spiegel Online

Nach acht Folgen hört Kommissar Jens Stellbrink nun also auf, ohne Tamtam, unspektakulär, in einer trotzdem dramatischen und gewiss engagierten Folge, in der das Persönliche des Polizisten bis auf einen gelegentlichen Blick auf die Dachterrasse seiner Wohnung ausgespart bleibt. Nur ein Ermittler, der seinen Job macht. Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) ermittelt in "Der Pakt" zum letzten Mal im Saarbrücken-Tatort.
Bild: Manuela Meyer, SR

Der Film plätschert leider dahin wie eine mittelmäßige Vorabendserie und bedient zu viele Klischees. Die Dialoge sind mau, die Schauspieler - außer Devid Striesow - blass und alles wirkt wie aus der Zeit gefallen. Dass Kriminalhauptkommissar Stellbrink seine Analyse mit Kreide auf eine Tafel zeichnet, sagt eigentlich schon alles. Der Tatort muss keine revolutionären Neuheiten liefern, ein wenig mehr Modernität wäre aber schön gewesen - zumal das Thema brandaktuell ist. Stern

Bewertung: "Stellbrink ist nie richtig im Tatort angekommen"

Die Charaktere sind interessant, werden aber nicht zu handelnden Figuren ausgebaut. Stattdessen verzettelt der Krimi sich mit einer entbehrlichen Parallelhandlung um eine gefälschte medizinische Approbation. Der Tagesspiegel

 

Das Finale hat viele Schwächen: Es gibt zu viele Verdächtige, keine erzählerische Stringenz und schlechte Dialoge. Süddeutsche Zeitung

Die Figur Stellbrink ist nie richtig im Tatort angekommen, war oft zu klamaukig. Zum Finale wird’s ein ordentlicher Krimi. Bild

Tatort-Kritik: Man muss Striesow wegen "Der Pakt" nicht nachweinen

Devid Striesow als Kriminalhauptkommissar Stellbrink gibt zum Schluss sein Bestes, er zeigt sein volles schauspielerisches Können. Doch wieso so spät, weshalb erst zum dicken Ende? Und das Ende ist besiegelt. Dabei war Striesows Jens Stellbrink doch so gut unterwegs! Er war dabei, seine Schrulligkeit mehrheitsfähig zu machen und eine Type zu werden, an der man sein Herz wärmt. Striesow hat seine Figur im Laufe der Jahre nahezu zu einem menschlichen Wesen gemacht. Aber auch in Folge acht war er noch immer in seinem Rollenkorsett gefangen. Viel zu lange musste er auf Wunsch der Drehbuchautoren den Affen geben. Am Ende war da nur noch seine exzentrische Wohnkombüse über den Dächern von Saarbrücken, die ihn als Solisten und Solipsisten beschrieb. Neue Zürcher Zeitung

Der Tatort lockt Sonntag für Sonntag Millionen vor den Fernseher. Aber wer ermittelt eigentlich wo? Diese  Kommissare bzw. Teams sind derzeit im TV-Einsatz.
23 Bilder
Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Bild: Daniel Winkler, ARD Degeto/SRF

"Der Pakt" bietet konventionelles Täterrätsel mit aktueller Note - solides Ende eines sechsjährigen Missverständnisses. ntv

Devid Striesow verabschiedet sich solide – aber viele Tränen muss man ihm wegen dieses Films auch nicht nachweinen. Hamburger Morgenpost

(drs)

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