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Berlin

06.12.2018

Enkel gesteht Tötung seiner Großmutter

Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 80-Jährigen in Berlin hat der Prozess begonnen - mit einem Geständnis.

Die Großmutter stand am Fenster in ihrer Küche, als der Enkelsohn von hinten angriff: Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 80-Jährigen in Berlin hat der Prozess mit einem Geständnis begonnen. "Ich habe meine Oma erwürgt", gab deren Enkel am Donnerstag beim Landgericht zu. Warum es im Mai 2018 zu dem Verbrechen kam, könne er nicht erklären. Er habe seine Oma sehr gemocht und sei ihr Lieblingsenkel gewesen, so der 28-Jährige.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus Habgier aus: Der Enkel habe am Vortag entgegen der Absprache mit der EC-Karte der Großmutter rund 1400 Euro für sich ausgegeben. Zudem habe die Seniorin in Erwägung gezogen, ihr Grundstück, das sie bereits dem 28-Jährigen übertragen hatte, doch zu verkaufen. Er habe die Frau von hinten angegriffen und sie zunächst gewürgt. "Da sie noch nach Luft rang, holte er ein Kissen und presste es ihr auf das Gesicht."

Der Angeklagte wirkte emotionslos, als er gestand: "Nachdem ich sie gewürgt hatte, ließ ich sie eiskalt fallen." Er habe dann ein Kissen aus dem Wohnzimmer geholt. "Sie sollte so nicht in ein Krankenhaus", erklärte der Enkelsohn. Er habe das Kissen minutenlang auf das Gesicht seiner Oma gedrückt. Geld habe in dem Streit allerdings keine Rolle gespielt, sagte der Angeklagte. Seine Oma habe sich aufgeregt, weil er an jenem Vormittag ein Bier getrunken habe. Die Großmutter habe ihm vorgeworfen, er würde nichts allein auf die Reihe bekommen und sei wie sein Vater. "Da ist der Streit eskaliert." 

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Mann verstrickte sich in Widersprüche

Bei dem deutschen Angeklagten handelt es sich um den Vater zweier Jungen. Er habe sich und seine Familie meistens mit Mini-Jobs über Wasser gehalten, so der Mann ohne abgeschlossene Berufsausbildung. 

Der Angeklagte hatte drei Tage nach der Tat die Polizei alarmiert. Widersprüche in seinen Angaben machten ihn verdächtig. Er wurde verhaftet. Eine Schwester des Angeklagten sagte, die Großmutter habe für ihren jüngsten Enkel alles getan. Sie habe allerdings bei einem früheren Diebstahl angekündigt, sie werde ihm "alles wegnehmen, wenn er nicht die Wahrheit sagt". Der Prozess wird fortgesetzt. (dpa)

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