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Elternteil bemerkt Vorfall

29.01.2021

Ermittlungen wegen Pornografie bei Grundschul-Videokonferenz

Im eigenen Zimmer statt auf der Schulbank. Zuletzt hatte es mehrere Vorfälle bei Fernunterricht in Deutschland gegeben.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Schulen sind wegen des Corona-Lockdowns dicht. Lehrer bieten für ihre Schülerinnen und Schüler Videokonferenzen an. Doch auch Fremde wählen sich ein und treiben ihr Unwesen. Nun ermittelt in Frankfurt die Generalstaatsanwaltschaft.

Nach einem Pornografie-Vorfall während einer Videokonferenz einer Grundschulklasse in Hessen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt die Ermittlungen übernommen.

Es gehe um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern, sagte eine Sprecherin der für solche Fälle zuständigen Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT). Ermittelt werde in alle Richtungen. Man versuche derzeit, an Daten zu gelangen, um den oder die Täter identifizieren zu können. Es handele sich um schwierige Untersuchungen, sagte die Sprecherin.

Nach Angaben des hessischen Kultusministeriums hatten die Lehrerinnen mit den Schülerinnen und Schülern der zweiten Klasse aus Florstadt eine Videokonferenz über eine externe Software organisiert. Dabei habe sich ein Teilnehmer mit einem angeblichen Mädchennamen eingewählt, die Lehrerinnen von der Konferenz ausgeschlossen und Pornografie gezeigt. Ein Elternteil habe den Vorfall bemerkt und gemeldet.

Zunächst war wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Schriften ermittelt worden. Ein Polizeisprecher hatte bereits gesagt, dass sich im Lauf der Untersuchung noch weitere mögliche Straftatbestände ergeben können. Zuletzt hatte es mehrere ähnliche Vorfälle bei Fernunterricht in Deutschland gegeben.

© dpa-infocom, dpa:210129-99-220349/3 (dpa)

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