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Evakuierungs-Aktion
08.05.2017

Bomben entschärft

Etwa 50000 Menschen mussten gestern ihre Wohnungen verlassen.
Foto: dpa

Experten machen in Hannover drei Blindgänger unschädlich

„Wegen Bombenräumung am Sonntag geschlossen“ steht auf einem per Hand geschriebenen Schild an der Eingangstür einer Bäckerei. Auch Tankstellen und Kioske haben wegen der Bombenentschärfung in drei Stadtteilen Hannovers gestern dichtgemacht – stattdessen fahren vormittags Polizeiautos durch die Viertel, um die Bewohner zum Verlassen der Häuser aufzufordern.

Es sind Szenen, die an die aus Augsburg erinnern. Vor fast einem halben Jahr mussten dort 54000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, nachdem kurz vor Heiligabend eine englische Fliegerbombe gefunden worden war – die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Die zweitgrößte fand nun in Hannover statt. Dort mussten ab 9 Uhr etwa 50000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Viele von ihnen reagierten gelassen und hielten sich bei sonnigem Wetter draußen auf. Die Stadt Hannover hatte ein Freizeitprogramm organisiert: Der Eintritt in einige Museen und Schwimmbäder war kostenlos, Kinos boten Sondervorstellungen an. Mehr als 2400 Feuerwehrleute, Polizisten und andere Helfer waren im Einsatz.

„Zwei der Bomben konnten wir problemlos entschärfen, die dritte macht gerade etwas Probleme“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Nachmittag. Der letzte Blindgänger ließ sich nicht manuell entschärfen. Gegen 17.45 Uhr konnten die Experten die Bombe dann mithilfe eines Wasserschneidgeräts unschädlich machen. Die Zünder der drei Blindgänger wurden kontrolliert gesprengt. Insgesamt wurden zwei britische Fünf-Zentner- und eine 10-Zentner-Bombe gefunden.

Auf die verdächtigen Stellen waren Experten bei der Auswertung von Luftbildern gestoßen. Sie wurden analysiert, weil auf dem Gelände gebaut werden soll. In der Evakuierungszone befanden sich auch sieben Alten- und Pflegeheime sowie eine Klinik. (dpa, afp)

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