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Akten

13.04.2011

FBI vermutete Aliens hinter Tierverstümmelungen

Aliens im Anflug?
Bild: dpa

In den 1970er Jahren wurden im Süden der USA Kühe auf mysteriöse Weise verstümmelt. FBI-Akten sollen belegen, dass die Regierung Aliens für die Vorfälle verantwortlich machte.

Meldungen über die Sichtung von UFOs sorgen in den Medien immer für Aufsehen. Scheinbar echtes Bild- und Videomaterial von fliegenden Objekten soll die Authentizität der Berichte untermauern. Jetzt kursieren in britischen Medien Gerüchte über UFOs in den USA: In den 1970er Jahren wiesen Kühe in New Mexico, Nebraska und Colorado Spuren von Verstümmelungen auf. Bald darauf wurden erste Theorien bekannt, laut derer die Tiere von Aliens in die Luft gebeamt, verstümmelt und dann wieder zu Boden gelassen wurden.

Was so skurril anmutet, geht angeblich aus mehreren FBI-Akten hervor, die die bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde des Justizministeriums der Vereinigten Staaten veröffentlicht haben soll. Die britische Zeitung "The Sun" berichtete, dass interne Memo-Aufnahmen von den mysteriösen Vorfällen zeugen.

Darin versuchen FBI-Ermittler, die seltsamen Spuren solcher außerirdischen Verstümmelungen an Kühen zu erklären. Auf einer Aufnahme gebe einer der Ermittler seine Theorie zum Besten: "Diese Tiere werden von Flugzeugen aufgenommen, an einem anderen Ort verstümmelt und dann wieder zu Boden gelassen." Der Ermittler sage weiter, dass die Verantwortlichen "sehr gut organisiert" seien und mit einem Höchstmaß an "Technik, Geldmitteln und Geheimhaltung" vorgingen.

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Diese Vorfälle hätten sich im Süden der Vereinigten Staaten zugetragen. Der US-Anwalt General Griffin Bell schrieb in einem Brief an den Senator von New Mexiko, dass "dieses Material eines der seltsamsten Phänomene" zeige, das ihm je untergekommen war. In den Jahren 1976 bis 1978 hätten sich mehrere solcher Vorfälle auf einer Farm in Dulce ereignet.

Daraufhin wurden FBI-Agenten zu der Farm geschickt, um die vermeintlichen Aliens bei ihren Verstümmelungen zu beobachten. Aus den Berichten gehe hervor, dass UFOs gesichtet worden waren. Danach hätten die Kühe Spuren ritueller Zeremonien aufgewiesen.

Der Fall ging bis zur CIA und dem US-Department für Energie, die biologische Tests an den Nutztieren durchführten. Diese hätten ergeben, dass rituelle Kulte für die Wunden an den Kühen verantwortlichen seien oder dass diese "in Verbindung mit unbekannten Flugobjekten" stünden.

Das FBI-Material zeuge laut dem ehemaligen UFO-Experten des britischen Verteidigungsministeriums, Nick Pope, davon, wie ernst die US-Behörden diese Theorien über die Existenz von UFOs damals nahmen. Der Zeitung "The Sun" sagte Pope, die Akten zeigen, welche Verwirrung angesichts eines solchen unerklärlichen Kults von Tierverstümmelung herrschte.

Im Mai 2010 habe es in Großbritannien Fälle von rituellen Verstümmelungen an Schafen gegeben. Damals war die Regierung unsicher, wer die Führung in solchen Fällen übernehmen sollte: das Ministerium für Verteidigung oder Landwirtschaft.

"Manche Menschen beschuldigen Sekten, andere Aliens und wieder andere halten unbekannte Populationen von Wildtieren wie Pumas für die Wunden an den Tieren verantwortlich", erklärte Pope gegenüber der "Sun".

Derartige Erklärungsversuche muten skurril an. Die Flut an Berichten des FBI über die mysteriösen Fälle in den USA zeigt aber, dass selbst die Regierung nicht vor Vermutungen über außerirdisches Leben zurück schreckt. AZ

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