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Streit zwischen Mietern und Vermietern

04.06.2009

Falsche Abrechnungen sorgen für den meisten Zoff

Schimmelige Wände, zu hohe Heizkostenabrechnung und ungültige Mietverträge - der Mieterbund hat jetzt aufgeschlüsselt, bei welchen Themen es am meisten Zoff gibt.

Leipzig (AZ) - Schimmelige Wände, zu hohe Heizkostenabrechnung und ungültige Mietverträge - der Mieterbund hat jetzt aufgeschlüsselt, bei welchen Themen es am meisten Zoff zwischen Mietern und Vermietern gibt.

Mieter haben den größten Beratungsbedarf beim Thema Heiz- und Nebenkosten. Mit einem Anteil von 37,6 Prozent waren die Betriebskosten 2008 das häufigste Beratungsthema beim Deutschen Mieterbund, wie Direktor Lukas Siebenkotten am Mittwoch in Leipzig mitteilte.

Der Bedarf sei konstant hoch, obwohl viele Mieterhaushalte bei den Betriebskostenabrechnungen keine Nachzahlungen leisten mussten, sondern teils sogar Rückerstattungen erhalten hatten. Auf Platz zwei bei den insgesamt rund 1,12 Millionen Rechtsberatungen landeten mit knapp 18 Prozent die Wohnungsmängel, gefolgt von allgemeinen Vertragsangelegenheiten mit gut zehn Prozent.

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Drastisch gestiegen ist den Angaben zufolge der Beratungsbedarf bei Schönheitsreparaturen. Fast 100.000 Beratungsgespräche führten die Juristen der 322 örtlichen Mietervereine zu dem Thema, was einen Anteil von 8,1 Prozent ausmachte. 2007 waren es nur 6,2 Prozent gewesen. "Wir schätzen, dass in rund 75 Prozent aller Mietverträge unwirksame Schönheitsreparaturklauseln vereinbart sind. Hier lohnt sich eine Rechtsberatung für Mieter fast immer", erklärte Siebenkotten.

Laut Mieterbund wurden in 97,34 Prozent aller Fälle der Streit oder die Probleme zwischen Mietern und Vermietern außergerichtlich beigelegt. Bei den meisten Mietrechtsprozessen ging es um Vertragsverletzungen, das heißt um Wohnungsmängel, Reparaturansprüche und allgemeine Vertragsangelegenheiten, von der Treppenhausreinigung bis zur Tierhaltung.

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