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Feine Sahne Fischfilet
19.10.2018

Bauhaus Dessau und Kulturminister verteidigen Konzertabsage

Das Bauhaus Dessau macht gegen die linke Punkband Feine Sahne Fischfilet von seinem Hausrecht Gebrauch und untersagt somit dem ZDF die geplante Aufzeichnung des Konzerts.
Foto: Bernd Wüstneck, dpa (Archiv)

Die Punkband Feine Sahne Fischfilet sollte ursprünglich für eine Konzertaufzeichnung des ZDF im Bauhaus Dessau auftreten. Doch das verlangte die Konzertabsage.

Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) und das Bauhaus Dessau haben die Entscheidung verteidigt, ein Konzert der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet abzusagen. Dem Radiosender MDR Kultur sagte Robra am Freitag, eine politische Konfrontation sei mit dem Bauhaus nicht vereinbar. Die Direktorin des Bauhauses sei in die Überlegungen des ZDF nicht eingebunden gewesen und habe erst am Mittwoch von der Einladung der Band erfahren. 

Bauhaus Dessau verteidigt Absage von Feine-Sahne-Fischfilet-Konzert

Das Bauhaus teilte am Freitag mit: "Aufgrund vermehrter Aufrufe in den sozialen Medien zur gewaltsamen Störung des Konzerts mussten wir annehmen, dass das Bauhaus Ziel von extremistischen Angriffen geworden wäre." Neben dem Status des Unesco-Welterbes sei es um das Ziel gegangen, keine erneuten medialen Bilder einer gespaltenen zerrissenen Gesellschaft zu ermöglichen. "Dies steht auch im Kontext jener polarisierten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, die in den vergangenen Monaten das Bild Ostdeutschlands geprägt haben." 

Das ZDF hatte für den 6. November das Konzert zdf@bauhaus mit der umstrittenen Band geplant. Das Bauhaus hatte von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht und das Konzert untersagt.

ZDF-Aufzeichnung des Konzerts findet jetzt an einem anderen ORt statt

Die Aufzeichnung des ZDF werde nun an anderer Stelle stattfinden, betonte Robra. "Ich halte die Idee, eine Punkrockband aus dem linken Spektrum mit entsprechenden Fans im eher kammermusikalischen Ambiente der Bauhaus-Bühne auftreten zu lassen, für nicht besonders überzeugend." 

Beim ZDF gab es am Freitag zur Frage eines neuen Standorts für das weiterhin geplante Konzert noch keine neuen Informationen. Das Anhaltische Theater Dessau teilte auf Anfrage mit, es stehe als alternativer Veranstaltungsort nicht zur Verfügung. Durch die Absage des ZDF-Konzertes sei der eigentliche künstlerische Auftritt der Band in eine undifferenzierte politische Auseinandersetzung geraten, teilte eine Theatersprecherin mit. Das Theater würde mit der Einladung der Band - unkommentiert und als Symbol - ein politisches Statement geben, zu dem es nicht bereit sei. 

Das Haus erwäge aber, am Tag des ursprünglich geplanten Auftritts oder zeitnah eine Diskussionsveranstaltung ins Programm zu nehmen, um einen differenzierten Diskurs zum Konflikt zwischen Freiheit der Kunst und deren möglichen Grenzen zu führen. (dpa)

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19.10.2018

Da bin ich nur noch fassungslos, dass man so eine Band hofiert, die ganz offen hasserfüllt gegen die Polizei steht. Von wegen, auf dem Rechten Auge blind.

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