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Entführungsdrama im Jemen

17.06.2009

Fieberhafte Suche nach deutscher Familie

Nach dem Tod zweier Deutscher im Jemen wird nach der vermissten Familie fieberhaft gesucht.

Eine der beiden im Jemen getöteten Deutschen ist identifiziert. Nach der entführten deutschen Familie wird fieberhaft gesucht.

Berlin (ddp). Das Auswärtige Amt bemüht sich weiter intensiv um eine Aufklärung des Schicksals einer im Jemen vermissten deutschen Familie.

Man müsse weiter davon ausgehen, dass sich die fünf vermissten Deutschen und eine weitere westliche Person in der Hand von skrupellosen Gewalttätern befinden, sagte Außenamtssprecher Jens Plötner am Mittwoch in Berlin. Plötner verwies darauf, dass sich um einen Fall in einem entlegenen Teil eines strukturell schwach entwickelten Land handele. Das mache die Arbeit alles andere als einfach.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung stammt die vermisste deutsche Familie aus Sachsen, aus dem Landkreis Bautzen. Das Paar habe vor seiner Abreise auch im hessischen Taunus gelebt. Die Das Ehepaar arbeitete zuletzt in einem Krankenhaus in der Provinz Saada.

Fieberhafte Suche nach deutscher Familie

Der 36-jährige Ingenieur und seine gleichaltrige Frau lebten mit ihren drei Kindern im Alter von vier, drei und fast einem Jahr dem Bericht zufolge seit fast sechs Jahren in dem arabischen Land. Die Frau habe als Krankenschwester gearbeitet. Für 2010 hatte die Familie laut "Bild"-Zeitung den Umzug nach Deutschland geplant. In der Gemeinde konnte am Mittwoch zunächst niemand den Bericht bestätigen.

Bei den zwei im Jemen tot aufgefundenen Studentinnen besteht nach Angaben des Auswärtigen Amtes in einem Fall traurige Gewissheit, dass es sich um eine deutsche Frau handelt. Bei der zweiten jungen Frau stehe die endgültige Identifizierung noch aus. Man gehe aber weiter davon aus, dass es sich um die zweite, aus Deutschland stammende Frau handele. Die 24 und 26 Jahre alten Frauen kamen aus einer Bibelschule Brake in Lemgo. Über die Hintergründe der Tat gebe es noch keine Erkenntnisse. "Wir wissen nicht, wer hinter dieser furchtbaren Tat steckt", sagte Plötner.

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