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Abgas-Skandal

03.07.2016

Fischgroßhändler fordert 36 Millionen von VW

Auch in vielen Firmenwagen des Fischgroßhändlerst steckt offenbar die Betrugssoftware von VW. Die Deutsche See will deswegen gegen Volkswagen klagen.
Bild: Patrick Pleul/Symbolbild (dpa)

Ein Großkunde von Dienstwagen will Volkswagen auf 36 Millionen Euro verklagen. Die geleasten Transportwagen sollten abgasarm sein, enthielten aber laut "Bild" die Betrugssoftware.

Der VW-Großkunde Deutsche See will in der Abgas-Affäre bei Volkswagen einem Zeitungsbericht zufolge juristisch gegen den Konzern vorgehen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, bereitet die Deutsche See aus Bremerhaven eine Millionen-Klage wegen "arglistiger Täuschung" vor. "Wir fühlen uns aufs Übelste hintergangen", sagte Firmenchef Egbert Miebach der Zeitung.

Der Marktführer für Fisch und Meeresfrüchte und Volkswagen hatten 2010 eine Partnerschaft mit "ökologischer Nachhaltigkeit" geschlossen. Insgesamt wurden 456 Fahrzeuge geleast. Die VW-Kleinlaster für den Fischtransport sollten besonders umweltverträglich und abgasarm sein, in vielen steckte aber laut "BamS" die Betrugssoftware.

Deutsche See-Chef Miebach: Gespräche mit VW "dramatisch unbefriedigend"

Laut Miebach seien die Gespräche mit VW seit Bekanntwerden des Skandals "dramatisch unbefriedigend" verlaufen: "Wir wollen jetzt unser Geld zurück." Die Anwälte seien auf rund 36 Millionen Euro gekommen, berichtet die "BamS".

Volkswagen hatte im September nach Ermittlungen in den USA eingeräumt, bei Umwelttests von Dieselfahrzeugen die Abgaswerte beschönigt zu haben. Die verbotene Software in den Wagen bewirkt, dass bei den Tests ein niedrigerer Schadstoffausstoß gemessen wird, als er im Normalbetrieb entsteht. Sie ist weltweit in elf Millionen Fahrzeugen eingebaut. AZ/AFP

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