Newsticker
RKI meldet 126.955 Corona-Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Freiburg: Nach mutmaßlicher Vergewaltigung: Treffen zur Sicherheitslage

Freiburg
30.10.2018

Nach mutmaßlicher Vergewaltigung: Treffen zur Sicherheitslage

In Freiburg haben zwei Gruppen gegen die mutmaßliche Gruppen-Vergewaltigung in der Freiburger Innenstadt demonstriert.
Foto: Patrick Seeger, dpa

Am Mittwoch wollen Stadt, Land und Polizei angesichts der mutmaßlichen Vergewaltigung Mitte Oktober über die Sicherheitslage in Freiburg sprechen.

Die mutmaßliche Vergewaltigung einer 18-Jährigen durch mehrere Männer in Freiburg beschäftigt auch die Landesregierung. Innenminister Thomas Strobl (CDU) kündigte am Dienstag ein Treffen seines Ministeriums mit der Freiburger Polizei und der Stadt am Mittwochvormittag an. Nach Angaben des Ministeriums nehmen Strobls Staatssekretär Julian Würtenberger, Freiburgs Polizeipräsident Bernhard Rotzinger und der Oberbürgermeister der Stadt, Martin Horn (parteilos), an dem Treffen im Freiburger Rathaus Teil.

"Sicherheitspartnerschaft zwischen Land und Stadt müssen intensiviert werden"

Thema ist demnach die Sicherheitslage in Freiburg in Hinblick auf die mutmaßliche Vergewaltigung. Eine Sprecherin der Stadt sprach von einem internen Arbeitstreffen, das schon seit langem geplant gewesen sei - ursprünglich allerdings nur zwischen Kommune und Polizei. Horn hatte am Montag mehr Polizisten für seine Stadt gefordert. Die Sicherheitspartnerschaft zwischen dem Land und der Stadt müsse intensiviert und verstetigt werden, sagte der 33-Jährige.

Stadt und Land hatten die Sicherheitspartnerschaft vergangenes Jahr geschlossen. Zuvor hatte es in und um Freiburg mehrere schwere Verbrechen gegeben, unter anderem Morde an zwei Frauen in Freiburg und Endingen. Im Rahmen der Partnerschaft hatte Strobl 35 zusätzliche Polizisten nach Freiburg geschickt, das Programm ist jedoch befristet.

"Nichts ist so gut, als dass man es nicht noch ein bisschen besser machen könnte"

Strobl sagte, die Sicherheitspartnerschaft habe sich sehr erfolgreich entwickelt. "Wir arbeiten aber gerne miteinander daran, wie wir es noch besser machen können, wie wir Freiburg noch intensiver unterstützen können." Die Kriminalität in Freiburg gehe zurück. Auch die Aufklärungsquote sei gestiegen. "Aber nichts ist so gut, als dass man es nicht noch ein bisschen besser machen könnte", sagte Strobl.

Nach einem Disco-Besuch soll eine 18-Jährige in der Nacht zum 14. Oktober von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Acht Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft - sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher.

Lesen Sie dazu auch

Die genau Anzahl der Vergewaltiger ist noch nicht klar

Verschiedene Medien berichteten am Dienstag, dass der mutmaßliche Haupttäter wegen zahlreicher anderer Vergehen, darunter exhibitionistische Handlungen und versuchte sexuelle Nötigung, aufgefallen sein soll. Dazu machte die Staatsanwaltschaft am Dienstag keine weiteren Angaben. "Die Ermittlungen dauern an", teilte eine Sprecherin mit. Zwischenergebnisse würden grundsätzlich nicht mitgeteilt. Die genaue Anzahl der mutmaßlichen Täter sei weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.