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Friedrichshafen
29.09.2017

Vergiftete Lebensmittel: Polizei fahndet nach Erpresser

Ein Erpresser vergiftet am Bodensee Lebensmittel - und droht mit weiteren Taten bundesweit. Die Polizei nimmt den Fall sehr ernst und hat bereits eine erste Spur.

Es ist ein Albtraum: Diverse deutsche Unternehmen der Lebensmittelbranche erhalten vor einigen Tagen eine Mail, in der angekündigt wird, dass Produkte in den Märkten vergiftet werden – wenn nicht ein zweistelliger Millionenbetrag bezahlt wird. Der Erpresser habe gedroht, 20 verschiedene Lebensmittel zu vergiften, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Alexander Boger am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Konstanz.

Am Samstag, 16. September, war die Mail an die Unternehmer und an die Polizei gegangen. „Dabei handelt es sich um nationale und internationale Lebensmittelkonzerne und Drogeriemärkte“, so Boger. Die Behörden erhielten eine Mitteilung, dass in einem Friedrichshafener Lebensmittelladen vor Ladenschluss fünf vergiftete Babygläschen deponiert worden seien. „Diese Lebensmittel konnten sichergestellt werden“, sagt Boger. Die Polizei räumte die Regale und fand in der Tat in fünf Gläschen Ethylenglycol, eine bei Raumtemperatur farblose, süßlich schmeckende Flüssigkeit. Das Trinken dieser Flüssigkeit kann lebensbedrohlich sein, besonders für Kleinkinder. Es drohen „sehr ernsthafte Gesundheitsgefahren bis hin zum Tod“, so ein Polizeisprecher.

Mann vergiftet Lebensmittel: Polizei beschreibt den Verdächtigen

Auf einem Video ist ein etwa 50-jähriger Mann zu erkennen, der mit einem Einkaufskorb Waren aus einem Regal holt und kurz darauf nach einem Rundgang durch das Geschäft Waren wieder ins Regal stellt. „Diese Person ist im höchsten Maße verdächtig, an der Tat beteiligt zu sein.“

Uwe Stürmer, der Konstanzer Vize-Polizeipräsident, erklärt, warum die Polizei erst jetzt an die Öffentlichkeit gegangen ist – immerhin sind seit dem 16. September schon einige Tage vergangen: „Wir haben uns jetzt in Abstimmung mit dem Ministerium für den ländlichen Raum und der Staatsanwaltschaft dazu entschieden, weil wir nun eine Videoaufzeichnung des mutmaßlichen Giftauslegers haben und die Bevölkerung sowohl warnen als auch um Mithilfe bitten wollen.“ Bis zum Freitagmorgen gingen bereits 650 Hinweise bei der Polizei ein.

Wie ernst die Behörden den oder die Erpresser nehmen, unterstreicht diese Aussage von Uwe Stürmer: „Dieser Fall ist herausragend, wir gehen von einem skrupellosen Täter aus, der den Tod von Menschen billigend in Kauf nimmt.“

Vergiftete Babynahrung: Glas sollte beim Öffnen klacken

Ministerialrätin Petra Mock vom baden-württembergischen Verbraucherschutzministerium appelliert an Verbraucher, beim Einkauf sensibilisiert vorzugehen. Grundsätzlich sieht Uwe Stürmer aber keinen Grund, in Hysterie oder gar Panik zu geraten: „Das wäre kein guter Ratgeber. Erhöhte Aufmerksamkeit ist aber angebracht.“ Vor allem, weil die Polizei mittlerweile von dem zweiten Szenario ausgeht: Nachdem die erste Giftattacke gezielt, also mit Ankündigung und Beschreibung ablief, sei es nun möglich, dass irgendwo irgendwelche Lebensmittel kontaminiert in Regale gestellt werden.

Mit dem Gang an die Öffentlichkeit hat die Polizei einen erheblichen Fahndungsdruck auf den oder die Täter ausgeübt. Das Wochenende stehe vor der Tür „und wir können nicht sicher sein, ob der Täter erneut auslegt. Diese Gefahr minimieren wir mit dem Gang in die Öffentlichkeit, da es für den oder die Täter immer schwieriger wird, vergiftete Lebensmittel auszulegen.“

Edeka-Geschäftsführerin Sabine Seibl aus Konstanz berichtet, wie die Mitarbeiter nun vorgehen: „Wir sind flächendeckend deutschlandweit an jedem Standort sensibilisiert. Wir werden noch mehr Wert als sonst schon darauf legen, die Waren sehr gut anzuschauen.“ Es sei zwar faktisch unmöglich, jede einzelne Ware in die Hand zu nehmen, „doch wir sind sehr, sehr aufmerksam“. Sie geht davon aus, „dass sowieso rund 99,9 Prozent der Verbraucher daheim nach dem Einkauf die Waren begutachten und wenn beispielsweise ein Glas mit Essiggurken oder Babynahrung beim Öffnen nicht klackt, dann läutet die innere Alarmanlage.“

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