Nach wie vor steht die „Landshut“ in Friedrichshafen, wo sie restauriert und ausgestellt werden sollte. Doch im Dornier-Museum, das David Dornier (Foto) leitet, ist bislang nichts passiert.

Der unwürdige Umgang mit dem Entführungs-Flieger „Landshut“

Foto: Felix Kästle, dpa

Das Geiseldrama in der Lufthansa-Maschine bewegte 1977 das Land. Eigentlich sollte sie in Friedrichshafen ausgestellt werden. Jetzt steht alles auf der Kippe.

Es waren fünf Tage ohne eine Minute Schlaf. Fünf Tage voller Schrecken. Fünf Tage, die sich tief in das Gedächtnis von Jürgen Vietor eingebrannt haben. Damals, als er Co-Pilot der Lufthansa-Maschine „Landshut“ war, die am 13. Oktober 1977 von vier palästinensischen Terroristen auf dem Weg von Mallorca nach Frankfurt gekapert worden war. „Ich verstehe bis heute nicht, wie das ging – dass ich die ganzen fünf Tage der Entführung nicht geschlafen habe. Das war pures Adrenalin“, erzählt der 77-Jährige heute. Adrenalin, ausgelöst durch große Angst.