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Lübeck

17.06.2019

Geiselnahme in Justizvollzugsanstalt Lübeck ist beendet

Die Geisel blieb der Polizei zufolge bei dem Einsatz unverletzt.
Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

Am Montagnachmittag hat in der JVA Lübeck ein bewaffneter Häftling eine Psychologin als Geisel genommen. Die Polizei hat den Mann nun überwältigt.

In der Justizvollzugsanstalt Lübeck hat ein bewaffneter Häftling am Montag eine Frau als Geisel genommen. Polizisten konnten den Einzeltäter am Montagabend nach eigenen Angaben überwältigen und die Geisel in Sicherheit bringen. Der Täter sei leicht verletzt, die Geisel sei unverletzt.

Die Polizei hatte zuvor mit dem bewaffneten Geiselnehmer im Gefängnis von Lübeck Verhandlungen aufgenommen. Einsatzkräfte stünden mit dem Mann in Verbindung, teilte ein Polizeisprecher am frühen Montagabend mit. Der Häftling hatte gegen 15 Uhr am Montag eine Geisel genommen.

Nach Informationen der Lübecker Nachrichten soll es sich bei ihr um eine Psychologin handeln. Die Polizei forderte auch Spezialkräfte an. Nach dpa-Informationen soll es sich bei dem Geiselnehmer um einen rumänischen Gefangenen handeln.

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Geiselnahme in JVA Lübeck: Es ist nicht der erste Fall

Der Fall vom Montag war nicht die erste Geiselnahme in der JVA Lübeck. Am Heiligabend 2014 hatten vier Männer einen Justizvollzugsbeamten in ihre Gewalt gebracht, um ihre Flucht aus dem Gefängnis zu erzwingen. Der Versuch scheiterte; die Männer wurden vor gut zwei Jahren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Im Juli 1997 hatte ein Mann in der JVA Lübeck einer Sozialpädagogin nach einem Gespräch in ihrem Büro plötzlich ein selbstgebasteltes Messer an den Hals gehalten und sie rund fünf Stunden in seiner Gewalt behalten. Das Ganze wurde unblutig beendet, als der Geiselnehmer mit der Frau das Gefängnis in einem präparierten Fluchtauto verlassen wollte.

Bei der Geisel handelte es sich um die Frau des damaligen Leitenden Oberstaatsanwalts. Der Täter wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt. (dpa)

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