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Gen-Experimente: Mahnungen halten Fortschritt nicht auf

Kommentar Von Wolfgang Schütz
29.11.2018

Die genetischen Experimente an menschlichen Embryonen haben für einen Aufschrei gesorgt. Doch der hält die Forschung nicht auf. Das kann nur die Natur selbst.

So richtig und wichtig es ist, dass den chinesischen Gen-Experimenten an menschlichen Embryonen breite Empörung entgegenschlägt – die Mahnungen zur Vernunft werden den Fortschritt nicht aufhalten. Das könnte nur eine weltweite Ächtung solcher Forschung. Und die wird es aller historischer Erfahrung nach eben nicht geben.

Ist die Natur zu komplex, um vom Menschen kontrolliert zu werden?

Alle Möglichkeiten, Gott zu spielen und die Natur nach eigenem Willen und trotz unabsehbarer Folgen umzugestalten, wurden und werden früher oder später ausgeschöpft. Und mag der Mensch dadurch die eigenen Lebengrundlagen gefährden oder gegen alle Gebote der Menschlichkeit verstoßen. Einzig scheitern können die waghalsigen Schöpfer daran, dass sich die Natur doch als viel zu komplex erweist, als dass sie wirklich kontrolliert manipuliert werden könnte.

Die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch – und man mag es sich auch wünschen. Denn so traumhaft das Versprechen klingt, Krankheiten, die man ja beileibe nicht als göttliches Schicksal begreifen muss, so auszurotten: Der Weg dorthin darf nicht über unmenschliche Methoden führen; und die Manipulationen ließen sich sicher nicht auf das menschlich Sinnvolle beschränken.

Lesen Sie dazu: "Bin stolz": Forscher verteidigt Gen-Experimente an Babys

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