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Öko-Test: Nuss-Nougat-Cremes im Test

28.05.2009

Gen-Soja in Nuss-Nougat-Cremes

Für Millionen Deutsche gehört die Nuss-Nougat-Creme zum Frühstück.Öko-Test fand jetzt heraus, dass manche mit gentechnisch verändertemSoja zubereitet sind. Auch Nutella wurde untersucht.

Für Millionen Deutsche gehört die Nuss-Nougat-Creme zum Frühstück. Öko-Test fand jetzt heraus, dass manche mit gentechnisch verändertem Soja zubereitet sind. Auch Nutella wurde untersucht.

Eine aktuelle Untersuchung von Öko-Test in der Juni-Ausgabe zeigt, dass immer mehr Lebensmittel mit verändertem Genmaterial im Handel sind. Fündig wurde Öko-Test in 2 von 22 Nuss-Nougat-Cremes und 5 Senfmarken. Bei einer Öko-Test-Untersuchung im Januar 2009 war annähernd die Hälfte aller Honige belastet.

Jetzt fand Öko-Test in den Nuss-Nougat-Cremes von Lidl (Choco Nussa) und Zentis (Nusspli) gentechnisch veränderten Soja. Auch Spuren eines gefährlichen Fettschadstoffs wurden nachgewiesen, zum Beispiel in der Sugar Kiss Nuss-Nougat-Creme von Netto. Der Stott steht im Verdacht die Niere zu schädigen.

Nutella von Ferrero wurde mit "gut" bewertet. Gewinner waren Bioprodukte und Cremes aus fairem Handel. Auch die Ostmarke Nudossi schnitt überdurchschnittlich ab.

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Rückblick: Auch mehr als 50 Prozent der getesteten Sojaprodukte war schon vor gut einem Jahr Gen-positiv. In weiteren Tests fand Öko-Test gentechnisch veränderte Bestandteile in Diätprodukten, Babynahrung und Maischips. Verbraucher müssen mittlerweile immer damit rechnen, dass Gen-Technik im Einkaufswagen landet, selbst wenn auf dem Etikett nichts davon steht.

Die Mehrzahl der Verbraucher und Hersteller möchte keine Gen-Technik auf dem Teller. Doch die gentechnisch veränderten Organismen breiten sich unkontrolliert aus. Denn auf dem langen Weg von der Saat bis zum Verbraucher kommt es an zahllosen Stellen zu Verunreinigungen. Beispiel Senf: Raps und Senf sind botanisch eng verwandt, so dass sie sich nach Herzenslust kreuzen und vermischen. Eine gentechnisch veränderte Rapspflanze, die - ungewollt - in einem Senffeld wächst, ist kaum zu erkennen. Über diesen Umweg kann dann plötzlich Gen-Technik in den Senf geraten.

"Ein Nebeneinander von Gen-Technik und konventioneller Landwirtschaft ist nicht mehr möglich. Einmal angebaut ist die Ausbreitung des künstlich veränderten Gen-Materials nicht mehr zu stoppen", warnt Jürgen Stellpflug, Chefredakteur von Öko-Test. "Das geht nicht nur zu Lasten des Konsumenten, auch Hersteller haben darunter zu leiden." Diese müssen teure Kontrollen in Auftrag geben, können aber trotzdem nie ganz ausschließen, dass Spuren von Gen-Material die Lebensmittel verunreinigen. Auch regelmäßige Kontrollen helfen kaum, denn innerhalb einer Ladung Rohstoffe können sich die veränderten Gen-Bestandteile an bestimmten Punkten konzentrieren und werden unter Umständen nicht entdeckt.

Dazu kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor für den Verbraucher: Obwohl Hersteller eigentlich Gen-Technik deklarieren müssten, bietet das Gesetz zahlreiche Schlupflöcher. So gilt die Regelung nicht für zufällige, technisch unvermeidbare Beimischungen, wenn diese den Schwellenwert von 0,9 Prozent für die einzelne Zutat nicht überschreiten und regelmäßig auf Gen-Technik kontrolliert wird. Auch Enzyme, Vitamine und Zusatzstoffe werden oft mithilfe der Gen-Technik hergestellt.

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