Newsticker
Italien verschärft Corona-Maßnahmen in einigen Regionen
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Gericht erklärt Boris Becker für bankrott

Tennis-Star

22.06.2017

Gericht erklärt Boris Becker für bankrott

Boris Becker hat Geldsorgen. Ein englisches Gericht erklärte ihn für zahlungsunfähig.

Den ehemaligen Sportler plagen offenbar Geldsorgen. Schulden hat er über viele Monate nicht bezahlt. Sein Anwalt sagt: „Wenn es um Geld geht, ist er leider nicht sehr clever.“

Es ist ein hartes Urteil, zu dem am Mittwoch ein englisches Gericht kam: Ex-Tennis-Star Boris Becker soll bankrott sein. Im Rahmen eines Rechtsstreits, in dem es um ausstehende Forderungen an den ehemaligen Weltklassespieler ging, erklärte ihn die Vorsitzende Richterin kurzerhand für zahlungsunfähig. Das dementiert Becker allerdings: Sein deutscher Rechtsanwalt Christian Schertz erklärte, die Aussage, wonach Becker „pleite“ sei, entspreche „nicht der Wahrheit“.

Becker sei „überrascht und enttäuscht“, dass die Bank Klage gegen ihn eingereicht habe, so Schertz. Die Privatbank Arbuthnot Latham & Co hatte den Konkurs des 49-Jährigen beantragt. Hintergrund: Der dreifache Wimbledonsieger hatte eine seit Oktober 2015 vollstreckbare Forderung trotz mehrfacher Mahnungen nicht bezahlt.

In der Verhandlung hatten seine Anwälte noch versucht, Richterin Christine Derrett um eine letzte Chance zu bitten und ihm weitere 28 Tage Aufschub zu gewähren. In dieser Zeit wollte Becker seine Villa auf Mallorca verkaufen. Der Verkauf hätte nach Einschätzung seiner Anwälte etwa sechs Millionen Euro eingebracht. Becker war in der etwa 30-minütigen Verhandlung persönlich nicht vor Ort. Richterin Derrett verwies darauf, dass die Forderung an ihn aber schon beinahe zwei Jahre bestehe und er bislang keine Bemühungen gezeigt habe, das Geld zu bezahlen. Wie englische Medien berichten, sagte Beckers englischer Anwalt John Briggs über seinen Mandanten: „Wenn es um Geld geht, ist er leider nicht sehr clever.“

Die Zahlungsprobleme Beckers überraschen, weil er zuletzt durchaus lukrative Jobs erhalten hatte: Bei den French Open hatte er als Experte für den Sportsender Eurosport gearbeitet, ebenso wie bei den Australian Open. Zuvor hatte er die langjährige Nummer eins der Tennis-Weltrangliste, den Serben Novak Djokovic, als Trainer betreut.

Becker will nun beantragen, dass die Verfügung des Gerichts aufgehoben wird. „Es ist klar, dass er die Mittel hat, um diese Schuld zu begleichen“, sagt Anwalt Schertz.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren