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Jenny Böken

29.01.2019

„Gorch Fock“: Eltern der toter Kadettin wollen Gewissheit

Marlies und Uwe Böken, die Eltern der ums Leben gekommenen „Gorch Fock"-Kadettin Jenny Böken, stehen vor dem Justizministerium in Kiel.
Bild: Carsten Rehder, dpa

In Kiel übergeben die Eltern von Jenny Böken tausende Unterschriften einer Petition, um eine Wiederaufnahme der Ermittlungen in dem Fall zu erreichen.

Eine Kadettin übernimmt nachts den Wachdienst an Bord des legendären Bundeswehr-Segelschulschiffes „Gorch Fock“. Dann kommt sie auf mysteriöse Weise ums Leben. Der bis heute ungeklärte Fall wird untersucht, am Ende spricht man von einem Unglück.

Wie starb Jenny Böken auf der "Gorch Fock"?

Und genau daran wollen die Eltern der 2008 von Bord verschwundenen 18-jährigen Soldatin Jenny Böken nicht glauben. 140.000 Unterschriften übergaben sie am Dienstag an die Justizministerin des Landes Schleswig-Holstein, Sabine Sütterlin-Waack (CDU), in Kiel. Die Unterschriften hatten sie per Online-Petition gesammelt.

„Ich habe die Hoffnung, dass die Übergabe und das Gespräch dazu beitragen, dass die Ermittlungen nun wieder aufgenommen werden, auf dass der Tod unserer Tochter aufgeklärt werden kann. Wir als Eltern möchten endlich erfahren, wie unsere Tochter ums Leben gekommen ist“, sagte Uwe Böken. Das sei das einzige, das sie jetzt noch für ihre tote Tochter tun könnten.

Die Ministerin wird die 140.000 Unterschriften nun an die zuständige Stelle, die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig, weiterleiten. Die Eltern setzen auch auf eine neue Zeugenaussage. Im September hatte sich ein junger Mann an die von ihnen betriebene Stiftung gewendet.

Er war im August 2008 ebenfalls Bundeswehrsoldat und hatte mit ihrer Tochter kurz vor der tragischen Seefahrt eine Beziehung. Er war allerdings selbst nicht auf der „Gorch Fock“ – habe aber kurz nach dem Tod Jenny Bökens Besuch durch Angehörige der Bundeswehr bekommen, die ihn zu seiner früheren Freundin befragt und dabei Anspielungen gemacht hätten. Dabei soll auch das Wort „Mord“ gefallen sein. Fachleute räumen einer Wiederaufnahme des Verfahrens trotzdem nur geringe Chancen ein.

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