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Großbrand in Düsseldorf
08.06.2016

Feuer zerstört Flüchtlingsunterkunft: Sechs Männer unter Verdacht

Ein Einsatzwagen vor der in Brand geratenen Halle am Messegelände in Düsseldorf, die als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird.
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Ein Einsatzwagen vor der in Brand geratenen Halle am Messegelände in Düsseldorf, die als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird.
Foto: Rolf Vennenbernd (dpa)

Die Nachlöscharbeiten dauern auch heute noch an: Das Großfeuer hat die Flüchtlingsunterkunft an der Messe Düsseldorf komplett zerstört. Es gibt Verdächtige.

Nach dem verheerenden Großbrand in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf gehen heute die Ermittlungen weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen dem Verdachts der schweren Brandstiftung nach. Am Dienstag war das Feuer in der Unterkunft für Flüchtlinge in der Nähe der Messe Düsseldorf ausgebrochen und hat die Halle komplett zerstört.

Die Polizei nahm noch am Brandort sechs Männer zur Vernehmung mit ins Polizeipräsidium. Der Verdacht habe sich im Zuge der Ermittlungen vor Ort ergeben. "Bislang haben sich keine Hinweise auf eine Brandlegung von außen ergeben", hieß es in einer Mitteilung am Dienstagabend. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Straftat gebe es ebenfalls nicht.

Aus der ausgebrannten Halle steigt Rauch. Die Flüchtlingsunterkunft hatte komplett in Flammen gestanden.
Foto: David Young (dpa)

Großbrand in Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft: 130 Menschen gerettet

Nach dem Großbrand sollen die Nachlöscharbeiten nach Angaben der Polizei noch bis zum Mittwochmorgen dauern. Dachteile müssten abgetragen werden, um mögliche Glutnester zu entdecken, sagte ein Feuerwehrsprecher. 

In der ehemaligen Lagerhalle der Messe waren laut Stadt 282 ausschließlich allein reisende Männer untergebracht, vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Beim Ausbruch des Brandes waren den Angaben zufolge etwa 130 Menschen im Gebäude. Sie konnten nach derzeitigem Stand gerettet werden. Vermisst werde niemand. 28 Flüchtlinge zogen sich Rauchvergiftungen zu. Auch ein Feuerwehrmann und ein Helfer aus der Unterkunft wurden leicht verletzt. 

Noch unklar ist, welches Motiv hinter der möglichen Brandstiftung steckt. Auch die Schadenshöhe stand Dienstagnacht noch nicht fest. dpa/AZ

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