Newsticker
WHO erteilt Notfallzulassung für chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Hamburg: 700 Kilo Kokain unter Bananen gefunden

Hamburg
26.08.2019

700 Kilo Kokain unter Bananen gefunden

Laut Polizei wurde der Container mit dem Kokain per Schiff von Ecuador nach Kolumbien gebracht und von dort auf einen unter deutscher Flagge fahrenden Frachter verladen.
Foto: - / Handout Polizei Hamburg

Die Polizei hat in Hamburg 700 Kilo Kokain in Bananenkisten entdeckt. Neun Verdächtige stehen im Fokus der Ermittlungen, sieben davon sitzen in U-Haft.

In einem Container mit Bananenkartons haben Hamburger Fahnder von Polizei und Zoll 700 Kilo Kokain entdeckt. Der Container sei von einem Frachter aus Südamerika gebracht worden, der am 6. April nach Hamburg kam, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit.

Nach Sicherstellung des Kokains hätten die Fahnder den Container wieder in den Wirtschaftskreislauf gegeben und ihn weiter beobachtet. Die Ermittlungen führten zu insgesamt neun Verdächtigen, von denen sieben in Untersuchungshaft sitzen. 

54-jähriger Verdächtiger wurde in Nordmazedonien gefasst

Erst Anfang August hatte der Hamburger Zoll Rekordfunde an Kokain vermeldet: Erst 4,5 Tonnen, dann 1,5 Tonnen. Ob die Kokainlieferungen etwas miteinander zu tun haben, konnte ein Sprecher des Zollfahndungsamts nicht sagen. 

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Fund wurde am Mittwoch vergangener Woche ein 54-Jähriger in Nordmazedonien gefasst. Der mit EU-Haftbefehl gesuchte Mann sei den Fahndern von LKA und Zoll seit Jahrzehnten bekannt und werde der organisierten Rauschgiftszene zugerechnet, erklärte der Polizeisprecher. 

Drei Verdächtige arbeiteten laut Polizei am Hamburger Hafen

In der Wohnung eines 44-Jährigen, der früher in einer Bananenreiferei gearbeitet hatte, fanden die Beamten nach eigenen Angaben 244 000 Euro Bargeld und 100 Gramm Gold. Der 44-Jährige war zusammen mit zwei anderen Männern im Alter von 36 und 48 Jahren am 8. April in einer Lagerhalle in Hamburg-Stellingen festgenommen worden. In der Halle hätten schon 25 Kartons mit Ersatzbananen bereit gestanden, um den Container nach der Entnahme der Kokains wieder aufzufüllen.

Die Bande war offenbar gut organisiert. Drei andere Tatverdächtige arbeiteten den Angaben zufolge im Logistikbereich des Hafens, ein weiterer Mann beschaffte die Ersatzbananen. Auch ein Lastwagenfahrer wurde verhaftet. Der Container mit dem Kokain sei per Schiff von Ecuador nach Kolumbien gebracht und von dort auf einen unter deutscher Flagge fahrenden Frachter verladen worden. (dpa)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren