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"Gott ist auch nur ein Mensch"

19.11.2017

Handlung und Kritik: Lohnt sich der Münster-Tatort heute?

Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) in einer Szene des Tatorts "Gott ist auch nur ein Mensch".
Bild: Wolfgang Ennenbach, WDR

Internationale Kunstausstellung in Münster - und ein Serienmörder geht um. Im Tatort heute laufen die Quoten-Könige Thiel und Boerne einmal mehr zu großer Form auf.

"Gott ist auch nur ein Mensch" heißt der neue Tatort aus Münster, der heute (20.15 Uhr, hier geht's zum Trailer) im Ersten läuft. Hier erfahren Sie, worum es geht, was bei den Kommissaren läuft - und, ob sich das Einschalten lohnt.

Tatort heute: Worum geht es in der Handlung?

Die Kunstwelt schaut auf Münster, und der Skandal ist perfekt. Kurz vor der Eröffnung der internationalen Skulptur-Tage sorgt das vermeintlich neue Werk des Aktionskünstlers „G.O.D.“ (Aleksandar Jovanovic) für großes Aufsehen: Denn bei der Clownsfigur vor dem Rathaus handelt es sich um eine Leiche!.

Schnell finden Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und seine Kollegin Nadeschda Krusenstern (Friederike Kempter) heraus, dass es sich bei dem Toten um einen ehemaligen Münsteraner Stadtrat handelt, der vor einiger Zeit vom Vorwurf der Unzucht mit Minderjährigen freigesprochen wurde. Bei der Obduktion entdecken Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) und seine Assistentin Silke Haller (ChrisTine Urspruch), dass im Körper der Leiche ein USB-Stick versteckt war. Und auf diesem der Beweis für die Schuld des ehemaligen Lokalpolitikers.

Noch bevor Kommissar Thiel einen ersten Fahndungserfolg verbuchen kann, gibt es einen zweiten Toten, auch dieses Mal kunstvoll präpariert und präsentiert. Die Leiche ist ebenfalls in einer Figur in der Stadt versteckt - und war zuvor als Verleumder aufgefallen. Schnell ist klar: Der Mörder sucht sich seine Opfer unter den vermeintlichen "Sündern" der Stadt...

Kritik: Lohnt es sich, bei "Gott ist auch nur ein Mensch" einzuschalten?

Ein Abend aus Münster, werden sich all die freuen, die sonst nie Tatort schauen und sich am Sonntag einen launigen Fernsehfilm erwarten, weil sie gerne bei Boerne und Thiel lachen. Welche gesellschaftspolitisch verortete und verordnete Sau werden sie diesmal durchs Dorf treiben, fragt sich der Krimifreund, der gerne die Mördersuche im Mittelpunkt stehen hat.

Gute Nachricht: Er kommt auf seine Kosten! „Gott ist auch nur ein Mensch“ hat eine spannende Geschichte, überspannte Charaktere, überzeugende Darsteller. Der Krimi schafft sich sein eigenes Milieu, in dem intelligent, fast britisch gemordet wird.

Man kann den Tatort-Machern vorhalten, dass sie hie und da sich die bürgerlichen Witzeleien über den aktuellen Kunstbetrieb hätten schenken können. Die Story beeinträchtigen sie nicht – schon gar nicht die brillanten Dialoge zwischen dem Aktionskünstler G.O.D., der sich wirklich für einen Gott hält, und seinem „Meisterschüler“ Prof. Boerne. G.O.D. sagt: „Nur weil die Welt am Apfel zieht, wird er nicht schneller reif.“ Boerne, eitel wie gehabt: „Das hätte von mir sein können.“

Aufgefallen: Gibt es etwas Besonderes im Tatort heute?

Ermittelt das Duo aus Münster, stellt sich immer eine Frage: Gibt es einen neuen Rekord? Seit Jahren fahren Thiel und Boerne die mit Abstand besten Tatort-Quoten ein. So sahen 14,56 Millionen Menschen am 2. April 2017 die Episode "Fangschuss". Das bedeutete die höchste Zuschauerzahl seit 25 Jahren für einen Tatort.

Zuvor lag die Bestmarke des Münsteraner Teams bei 13,69 Millionen. So viele Zuschauer sahen im Jahr 2015 die Episode "Schwanensee". Knapp dahinter liegen die Folgen "Feierstunde" aus dem vergangenen Jahr (13,31 Millionen) und "Erkläre Chimäre", die 2015 immerhin 13,03 Millionen Menschen sehen wollten. Die schwächste der vergangenen fünf Folgen war die Episode "Ein Fuß kommt selten allein" im vergangenen Jahr mit nur 12,75 Millionen Zuschauern.

Sendetermine: Das sind die kommenden Tatort-Folgen am Sonntag

26. November: "Tatort: Böser Boden" (Niedersachsen)

3. Dezember: "Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind" (Brandenburg)

10. Dezember: "Tatort: Dein Name sei Harbinger" (Berlin)

17. Dezember: "Tatort: Dunkle Zeit" (Niedersachsen)

26. Dezember: "Tatort: Der wüste Gobi" (Weimar)

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23 Bilder
Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Bild: Petro Domenigg, ARD Degeto/ORF/Cult Film

Pressestimmen und Quote: Wie war die Resonanz auf den letzten Tatort?

Starke Quote, durchwachsene Kritiken: 9,32 Millionen Zuschauer verfolgten am vergangenen Sonntagabend, wie das Dresdner Ermittlertrio den Mord am Abteilungsleiter einer Versicherungsfirma aufklärte. Die Story hatte Potential, verlor sich aber ein bisschen im Gewirr aus Büro-Intrigen und Machtspielchen, fanden viele Kritiker (zu den Pressestimmen ). drs

 

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