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  3. Handyverbot: Warum Macron Handys an Frankreichs Schulen verbietet

Handyverbot
31.07.2018

Warum Macron Handys an Frankreichs Schulen verbietet

Schluss mit dem Smartphone im Unterricht: Frankreich will Mobiltelefone aus den Klassenzimmern verbannen – mit Beginn des neuen Schuljahres.
Foto: Jens Kalaene, dpa

Der Präsident macht sein Wahlversprechen wahr. Doch es gibt zahlreiche kritische Stimmen. Wohin etwa mit den Mobiltelefonen?

Es ist wie eine Sucht – Lehrer, Eltern und Schüler selbst wissen davon zu berichten. Der regelmäßige Blick aufs Handy läuft für viele Kinder und Jugendliche wie ein automatischer Reflex ab, auch während des Schulunterrichts. In Frankreich soll dies ab Beginn des neuen Schuljahres Anfang September ein Ende haben: Gerade beschloss das Parlament ein Handy-Verbot, das in Grundschulen und in Collèges, den Mittelschulen von der sechsten bis neunten Klasse, während des Unterrichts und den Pausen gelten soll. In den weiterführenden Lycées, also ab der Klassenstufe zehn, welche fast 80 Prozent der französischen Schüler besuchen, können die Schulleiter intern über die Anwendung des Handy-Verbotes entscheiden.

Neun von zehn Schülern haben ein Handy

Für Lehrer und Aufsichtspersonal gilt es nicht. Ausgenommen sind außerdem Schüler mit einer Behinderung. Einer Studie zufolge besitzen neun von zehn Jugendlichen ein Mobiltelefon. Es handelt sich um ein Wahlversprechen von Präsident Emmanuel Macron, der das ein Verbot aller internetfähigen Geräte wie Smartphones, Tablets oder Smartwaches in Schulen mithilfe seiner eigenen Mehrheit im Parlament problemlos umsetzen konnte. Der zuständige Erziehungsminister Jean-Michel Blanquer lobte es als „ein Gesetz des 21. Jahrhunderts“, das zugleich ein „Signal an die französische Gesellschaft“ darstelle.

Die Oppositionsparteien kritisierten hingegen eine reine „Kommunikations-Operation“ und ein „plakatives Gesetz“, das den Schulalltag nicht entscheidend verbessere und das Problem der Abgelenktheit der Schüler nicht löse. Theoretisch sollten die Geräte während der Unterrichtsstunden auch jetzt schon ausgeschaltet in den Schultaschen liegen. Bereits seit 2010 verbietet ein Gesetz die Benutzung von Handys im Unterricht, außer zu pädagogischen Zwecken. Umgesetzt wurde es freilich immer weniger – und auch jetzt nannten viele Lehrer das neue, verschärfte Verbot unrealistisch.

„Es ist extrem schwierig, es einzuhalten“, warnte Valérie Sipahimalani, Lehrerin und stellvertretende Generalsekretärin einer Lehrergewerkschaft: „Ein Lehrer hat nicht das Recht, die Schüler zu durchsuchen.“ Bei Prüfungen stelle sich weiterhin das Problem der Betrugsgefahr, sagte Lehrer Arnaud Coriton: Zwar müssten Schüler ihr Handy am Eingang des Prüfungssaals abgeben, doch besitzen manche von ihnen mehrere Geräte. Den Gang zur Toilette, wo sie es verwenden können, dürfe man ihnen nicht verwehren. Kann das neue Gesetz diese Problematik lösen?

Die Kritik: Es gibt keine Sanktionen

Der größte Eltern-Zusammenschluss beklagte, dass es weder Sanktionen vorsehe noch auf die pädagogische Anwendung moderner Kommunikationsmittel im Unterricht eingehe. Schüler könnten durchaus die Tafel abfotografieren, im Internet eine Information suchen, das Rechengerät verwenden oder eine Tonaufnahme machen.

Über die vorhandenen Bedenken hinaus stellt sich den Schulen mit dem neuen Gesetz noch ein anderes, praktisches Problem: Wohin mit den verbotenen Geräten? Einige Einrichtungen haben bereits Schließfächer, doch deren Finanzierung sei nicht zu unterschätzen, warnen viele Leiter. Bei 5300 staatlichen Mittelschulen mit jeweils rund 500 Schülern würden im Schnitt drei Millionen Schließfächer gebraucht, rechnet Philippe Vincent aus, stellvertretender Generalsekretär der Gewerkschaft für Schulpersonal: „Sollen wir eine Schule in ein riesiges Schließfach verwandeln?“

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