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Hauptbahnhof Köln
18.10.2018

Kölner Geiselnehmer nach Kopfschuss weiter nicht vernehmungsfähig

Polizeibeamte sind vor dem Kölner Hauptbahnhof in Position gegangen. In einer Apotheke im Kölner Hauptbahnhof hat es eine Geiselnahme gegeben.
Foto: Marius Becker, dpa (Archiv)

Der Geiselnehmer vom Kölner Hauptbahnhof wurde unter anderem durch einen Schuss in den Kopf gestoppt, wie nun bekannt wurde. Der 55-Jährige liegt weiter im Koma.

Der Kölner Geiselnehmer liegt nach einem Kopfschuss weiter im Koma. Ob und wann er vernommen werden kann, ist noch unklar, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag sagte. Nähere Angaben wollte er nicht machen. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte den 55-jährigen Mohammed A. R. am Montag nach zweistündiger Geiselnahme überwältigt und durch Schüsse schwer verletzt. Nach dpa-Informationen traf ihn ein Schuss in den Kopf. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Geiselnahme in Köln: Polizei schließt terroristisches Motiv nicht aus

Die Bundesanwaltschaft schließt ein terroristisches Motiv für die Tat nicht aus. Sie ermittelt wegen zweifachen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung. Laut Zeugen hatte Mohammed A.R. unter anderem behauptet, er sei Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Der Syrer soll am Montag einen Brandanschlag auf ein Schnellrestaurant im Kölner Hauptbahnhof verübt haben, bei dem ein 14-jähriges Mädchen schwer verletzt wurde. Danach verschanzte er sich in einer Apotheke und nahm eine Frau als Geisel. Bei sich hatte er unter anderem einen Koffer, in dem sich präparierte Gaskartuschen und Brandbeschleuniger befanden. (dpa)

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