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Google Doodle

01.02.2019

Heute Sojourner Truth im Google Doodle - wer war die Aktivistin?

Sojourner Truth ist auf dem Google Doodle am Freitag, 1. Februar abgebildet.
Bild: Screenshot Google

Google beginnt den "Black History Month" mit einem Doodle zu Ehren Sojourner Truths, einer wichtigen Kämpferin für Gerechtigkeit in den USA des 19. Jahrhunderts.

Alljährlich wird im Februar der Black History Month in Kanada und in den Vereinigten Staaten gefeiert. Er soll die breite Öffentlichkeit auf den Beitrag von Afroamerikanern zur Geschichte ihres Landes aufmerksam machen. Google beteiligt sich hierzu heute, am 1. Februar, mit einem passenden Doodle.

Darauf zu sehen ist die bekannte Aktivistin Sojourner Truth auf dem Weg zum Gericht. Hier soll es in den Vereinigten Staaten zu einer der ersten Verurteilungen eines weißen Mannes wegen einer ehemaligen Sklavin kommen. Damit ebnete Sojourner Truth den Weg für ein Mehr an Gerechtigkeit und Gleichstellung von Afroamerikanern und Frauen jeglicher Hautfarbe in den USA im 19. Jahrhundert.

Google Doodle: Wer war die Aktivistin Sojourner Truth?

Wie wurde aus der Sklavin namens Isabella Baumfree die Aktivistin Sojourner Truth? Geboren wurde sie 1798 in Ulster County im Bundesstaat New York der Vereinigten Staaten. Sklavenhalter gaben ihr den Namen Isabella Baumfree und als diese erlebte sie den Horror des amerikanischen Sklavenhandels. So wurden auch ihre Kinder im Zuge dessen in die Sklaverei verkauft.

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Trotz allem rettete Baumfree sich aus der Sklaverei und änderte daraufhin ihren Namen. So startete sie in ein neues Leben unter dem Namen Sojourner Truth und als solche reiste sich als Predigerin, Abolitionistin und Frauenrechtlerin durch die Staaten. So war ihr neuer Nachname - Truth - also Wahrheit, nun in ihrem Leben Programm. Während ihrer Reisen traf Truth die Aktivisten William Lloyd Garrison und Frederick Douglass, welche sie darin bestärkten, sich gegen die Gräuel der Sklaverei auszusprechen.

Sojourner Truth veröffentlichte 1850 ihre Memoiren. Diese sorgten für großes Aufsehen, sodass Truth unter anderem zu Präsident Abraham Lincoln in das Weiße Haus eingeladen wurde. In ihrer Autobiographie beschreibt sie den Tag, an dem sie mit ihrer Tochter entkommen ist, doch ihre weiteren Kinder zurücklassen musste. Das Ehepaar Isaac and Maria Van Wagenen nahm die beiden bei sich auf.

Doch die im Google Doogle dargestellte Aktivistin hörte nicht auf, um ihre Kinder zu kämpfen. In einem historischen Gerichtsverfahren verklagte Sojourner Truth ihren ehemaligen Sklavenhalter und forderte die Freiheit für ihren fünfjährigen Sohn Peter - und bekam recht. Damit war sie in den USA eine der ersten schwarzen Frauen die einen weißen Mann erfolgreich verklagt hatte. Das Gericht ist auf dem heutigen Doodle am rechten Bildrand zu sehen.

"Ain't I Woman"-Rede: Das Andenken an Sojourner Truth lebt weiter

Nach der Veröffentlichung ihrer Autobiographie ging Truth auf Lesetour. Hierbei gab sie ihre berühmte "Ain’t I Woman"-Rede auf einer Konferenz für Frauenrechte. Und obwohl ihr exakter Wortlaut noch immer debattiert wird, ist die Botschaft dahinter jedem klar: Frauen jeder Ethnie, Hautfarbe und Abstammung sind genauso stark und fähig wie Männer.

Sojourner Truths Andenken und Erbe wird also bis heute geehrt. Vor kurzem hat das US-amerikanische Finanzministerium bekannt gegeben, dass Sojourner Truth, unter anderen Kämpferinnen für das Frauenrecht, auf den zehn Dollar Scheinen abgebildet werden soll. Das neue Design der Scheine wird 2020 zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts erscheinen.

Das Google Doodle zum 1. Februar 2019 wurde von der Künstlerin und Afroamerikanerin Loveis Wise gestaltet. (AZ)

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