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  3. Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz 2021: So entwickeln sich die Pegelstände an Rhein und Mosel aktuell

Hochwasser
17.07.2021

Rhein und Mosel: So entwickeln sich die Pegelstände

Ein Mann steht mit Regenschirm am Rheinufer. Die Flut lässt den Strom steigen.
Foto: Oliver Berg, dpa

In NRW und in der Eifel sorgte Starkregen für eine Katastrophe. Eine ganze Region ist in den Wassermassen versunken. Wie das Hochwasser die Pegel beeinflusst.

Die Naturkatastrophe im Westen Deutschlands hat bis jetzt mehr als 160 Menschen das Leben gekostet, hunderte werden noch vor vermisst. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz regnete es in den vergangenen Tagen so viel wie sonst in zwei Monaten. Inzwischen fließen die Wassermassen in Richtung Rhein ab. Verwüstung, Schlamm und Elend bleiben zurück.

Mit dem Abfluss des Hochwassers werden die angerichteten Schäden an Ahr und Mosel sichtbar. Die Infrastruktur hat schweren Schaden genommen: In dem besonders stark betroffenen Landkreis Ahrweiler sind Straßen gesperrt und Brücken zerstört, der Zugverkehr ist in Rheinland-Pfalz wegen der Überflutungen weiterhin massiv beeinträchtigt. Da die Arbeiten der Rettungskräfte aber noch in vollem Gange seien, könne man nicht ausschließen, noch Todesopfer zu finden, sagte ein Kreisprecher am Samstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Wetterbericht zu den Hochwassern an Rhein und Mosel: Es bleibt trocken in NRW und Rheinland-Pfalz

Am Samstagmittag war der Himmel über den Hochwassergebieten bewölkt. Neuen Regen brachten die Wolken zum Glück nicht. Laut des Deutschen Wetterdienstes bleibt es am Sonntag und in den kommenden Tagen in der betroffenen Region trocken.

Rhein und Mosel: So entwickeln sich die Pegelstände
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So dramatisch ist die Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz
Foto: Rhein-Erft-Kreis, dpa

Das Hochwasser aus den Überschwemmungsgebieten fließt über die Nebenflüsse in den Rhein ab. Der Rhein ist der längste Fluss in Deutschland und verfügt über ein hohes Fassvermögen. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass durch das Abfließen des regionalen Hochwassers keine weiteren Überflutungen flussabwärts auftreten. Gegenüber Zeit Online sagte der Hydrologe Markus Disse von der Technischen Universität München: "Man muss sich derzeit keine Sorgen machen, dass der Rhein großflächig über die Ufer geht." Das war bei dem Elbhochwasser anders. Im Jahr 2002 breitete sich das abfließende Hochwasser tagelange flussabwärts aus und überflutete etliche Orte in Ost- und Norddeutschland.

Hochwasser fließt ab: Die Pegel von Rhein und Mosel sinken bereits wieder

Dennoch überwachen die Expertinnen und Experten der Hochwasservorhersagezentrale die Pegelstände des Rheins und dessen Nebenflüsse streng. Laut des nordrhein-westfälischen Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz wurde in Koblenz der Hochwasserscheitel bereits am späten Freitagabend erreicht. Am Sonntagvormittag lag der Rhein-Pegel in Koblenz bei 6,4 Meter und die Tendenz fallend. Am Pegel in Köln fällt der Wasserstand am Sonntag auf 7,5 Meter. Am Rheinpegel in Duisburg-Ruhrort wurde der Scheitel in der Nacht von Samstag auf Sonntag erreicht, schreibt das Landesamt im Lagebericht. Aktuell liegt der Wasserstand dort bei neun Meter. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein war bereits in der Nacht zum Mittwoch teilweise eingestellt worden. Mit einer Freigabe ist erst in der kommenden Woche zu rechnen.

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An der Mosel sind die Wasserstände ebenfalls deutlich gefallen. Daher werde der Hochwassermeldedienst für den Fluss am Sonntag eingestellt, schreibt das rheinland-pfälzische Landesamt für Umwelt. In Perl wurde am Samstag der Höchststand mit 5,62 Meter erreicht. Inzwischen sinkt der Pegel dort wieder deutlich. Der Mosel-Pegel in Trier fällt am Sonntag auf sechs Meter. Auch an der Mittelmosel und Untermosel fallen laut des Landesamtes für Umwelt die Wasserstände kontinuierlich. In den Flüssen Saar und Sauer nimmt das Wasser auch deutlich ab. (mit dpa)

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