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A57 bei Köln

15.04.2019

Hochzeitsgesellschaft feiert auf Autobahn

Dieses Polizeifoto sorgte kürzlich für Diskussionen: Es zeigt Sportwagen, die auf der A3 bei Düsseldorf die Fahrbahn blockieren. Eine Hochzeitsgesellschaft wollte dort Fotos machen.
Bild: Polizei, dpa (Archiv)

Eine Hochzeitsgesellschaft soll mitten auf der Autobahn 57 nahe Köln angehalten und gefeiert haben. Vorfälle wie dieser häufen sich.

Eine türkische Hochzeitsgesellschaft hat am Sonntag auf der A57 bei Bickendorf den Verkehr zum Erliegen gebracht. Nur durch Vollbremsungen sei es dem nachfolgenden Verkehr möglich gewesen, eine Kollision mit den stehenden Wagen zu verhindern, erklärte die Polizei am Montag. Zeugen hätten von Frauen berichtet, die am Sonntagnachmittag auf der A57 getanzt hätten. Das Ganze ereignete sich kurz vor der Anschlussstelle Bickendorf.

Die Polizei stellte die Führerscheine von drei Männern und einer Frau im Alter zwischen 27 und 30 Jahren sicher. Gegen insgesamt neun Fahrer werde wegen massiver Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Immer wieder blockieren Hochzeitsgesellschaften Autobahnen

In letzter Zeit hatte es mehrere Straßenblockaden durch Hochzeitsgesellschaften gegeben. So blockierten zuletzt mehrere Autofahrer mit teuren Sportwagen die A3 bei Düsseldorf - vermutlich, um auf der Fahrbahn Hochzeitsfotos zu schießen. Bei Stuttgart blockierten Hochzeitsgäste die Autobahn 81 und filmten den dadurch entstehenden Stau.

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„Selbstinszenierung im Straßenverkehr“ nannte Verkehrspsychologe Johannes Vetter den gefährlichen Trend kürzlich im Gespräch mit unserer Redaktion. „Diese Fälle spiegeln nur das wider, was schon länger zu beobachten ist.“ Der Verkehr werde immer öfter dazu genutzt, sich selbst zu profilieren - auch gerne mit Fotos und Videos in den sozialen Medien.

Angefangen habe der fragwürdige Trend mit den Autokorsos in den Innenstädten, erinnert sich der Verkehrspsychologe, der Praxen in Donauwörth und München betreibt. Mittlerweile seien langsames Fahren und lautes Hupen aber nicht mehr genug. „Da muss immer was nachgelegt werden und das führt dann zu immer mehr und immer heftigeren Aktionen.“ (dpa/AZ)

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15.04.2019

Leider wird die Justiz hier zu lasch urteilen. Solche Autofahrer/in sind nach meiner Meinung nicht fähig Auto zu fahren, deren Führerschein sollte abgenommen werden und eine lange Sperrzeit eingetragen werden. Vielleicht hilft das.

Andererseits wurde das Fahrzeug als Tatwaffe eingesetzt, sprich es sollte eingezogen werden. Das tut denen dann auch richtig weh.

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