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Kalifornien

14.11.2018

Immer mehr Tote: Großbrände in Kalifornien sind weiter außer Kontrolle

Die Brände in Kalifornien haben bereits Hunderte Quadratkilometer Wald verkohlt, Tausende Häuser zerstört - und sind noch lange nicht eingedämmt.
Bild: Zhao Hanrong/XinHua, dpa

Große Gebiete in Kalifornien brennen. Das "Camp"-Feuer fordert die meisten Todesopfer in der Geschichte des Bundesstaats. Promis, einige selbst betroffen, helfen.

Die Großbrände in Kalifornien wüten weiter und fordern immer mehr Opfer. Beim sogenannten "Camp"-Feuer im Norden des Bundesstaats stieg die Zahl der Toten auf 48, nachdem nach Angaben des Sheriffs sechs weitere Leichen entdeckt wurden. Dies sind mehr Tote als je zuvor bei einem Feuer in dem Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen. Vom Ort Paradise blieben nur qualmende Ruinen übrig. 

Im Süden Kaliforniens bei Malibu nordwestlich von Los Angeles wütete weiter das "Woolsey"-Feuer. Beide Brände haben bereits Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört. Das "Camp"-Feuer war am Mittwoch zu rund einem Drittel eingedämmt, das "Woolsey"-Feuer fast zur Hälfte. 

Feuer in Kalifornien zerstört Häuser - auch von Promis

Die restlichen Flammen des "Woolsey"-Feuers fraßen sich weiter durch die pittoreske hügelige Gegend rund um den Promi-Wohnort Malibu. Im Süden belief sich die Todeszahl bislang auf zwei, Tausende Bewohner der Gegend mussten sich jedoch in Sicherheit bringen und ihre Heime zurücklassen. Auch die Villen mehrerer in und um Malibu ansässiger Stars brannten ab - darunter die Häuser von Popstar Miley Cyrus und ihrem Lebensgefährten Liam Hemsworth sowie von Schauspieler Gerard Butler und Moderator Thomas Gottschalk

Dana Schweiger, die Ex-Frau von Schauspieler Til Schweiger, musste mit ihrer Tochter Emma (16) fluchtartig ihr Haus in Malibu verlassen. "Die dicken Rauchwolken waren schon über uns und kamen näher. Es war schrecklich", berichtete sie der Bild-Zeitung. Ob das Haus noch stehe, wisse sie nicht. Der US-Rapper Kanye West und seine Frau Kim Kardashian hatten Medienberichten zufolge ihr Anwesen in Hidden Hills mit privaten Feuerwehrleuten vor dem Brand schützen können und damit wohl auch die Flammen von angrenzenden Grundstücken ferngehalten. 

Miley Cyrus und Liam Hemsworth spenden Opfern 500.000 Dollar

Stars wie Lady Gaga riefen dazu auf, die Feuerwehr oder Hilfsorganisationen in Kalifornien mit Spenden zu unterstützen. Das Paar Cyrus/Hemsworth spendete nach CNN-Angaben 500.000 US-Dollar (rund 444.000 Euro) für die Waldbrandopfer. Es sei "großartig zu sehen, wie die Gemeinschaft zusammenhält, um sich gegenseitig auf jede mögliche Weise zu helfen", schrieb Liam Hemsworth am Dienstag auf Twitter. "Malibu ist eine starke Gemeinde, und dieses Ereignis wird sie nur stärker machen."

 

Seit rund einer Woche sind mehrere tausend Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen im Norden und im Süden Kaliforniens zu bekämpfen. Der Ort Paradise nördlich von Sacramento glich nach dem "Camp"-Inferno einer Geisterstadt, wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete. Hier wurden die 48 Leichen in verbrannten Häusern und Autos gefunden. Die Gesundheitsbehörde im Butte County rief die Bevölkerung auf, sich und besonders Kinder vor der rauchverschmutzten Luft zu schützen und drinnen zu bleiben.

"Lange und potenziell tödliche" Feuersaison in Kalifornien

US-Präsident Donald Trump sprach am Dienstag (Ortszeit) in Washington von verheerenden Bränden, wie es sie noch nicht gegeben habe. "Wir trauern um jene, die ihr Leben verloren haben", sagte er im Weißen Haus. "Wir beten für die Opfer." Trump dankte Feuerwehrleuten, Katastrophenschützern und Rettungskräften für ihren Einsatz in Kalifornien. Man werde alles Erdenkliche tun, um die Betroffenen in der Region zu schützen. "Es ist eine sehr schwierige Situation."

Die schweren Waldbrände in Kalifornien haben zu stellenweise katastrophaler Zerstörung geführt und nach Angaben der Behörden mehreren Menschen das Leben gekostet.
19 Bilder
Feuer im Paradies: Waldbrände wüten in Kalifornien
Bild: Ben Watkins, dpa

Am Wochenende hatte Trump mit einem Kommentar zu den Bränden in Kalifornien Empörung ausgelöst. Er hatte Behörden Versäumnisse und Fehler beim Forstmanagement vorgeworfen und mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht - noch während die Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpften und Bewohner um ihr Leben bangten. (dpa)

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