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Impf-Pflicht in Brandenburg

12.04.2019

In Brandenburg sollen Kita-Kinder künftig gegen Masern geimpft sein

In Brandenburg müssen Kinder in Kitas künftig gegen Masern geimpft sein.
Bild: Marius Becker (dpa)

In Brandenburg sollen Kinder in Kitas künftig gegen Masern geimpft sein. Das hat der Landtag beschlossen. Und die Impf-Pflicht könnte sogar noch weiter gehen.

Nach dem Willen des Landtags soll in Brandenburg künftig eine Masern-Impfpflicht für Kita-Kinder gelten. Diesen Antrag der rot-roten Koalitionsfraktionen sowie der CDU-Opposition beschloss das Parlament in Potsdam am Donnerstagabend mit breiter Mehrheit. Eine Impfpflicht gilt allerdings noch nicht. In dem Antrag wird die rot-rote Landesregierung aufgefordert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass es bis zu einer möglichen bundesrechtlichen Lösung eine Impfung für den Besuch von Kitas und Tagespflege als verpflichtende Voraussetzung gibt. Zugleich soll die Landesregierung eine Bundesrats-Initiative einbringen. 

Zuletzt hatten sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Masern-Impfpflicht ausgesprochen. "Die Gesundheit und der Schutz der gesamten Bevölkerung setzen der individuellen Freiheit Grenzen", hatte Giffey Ende März gesagt.

Dem Robert Koch-Institut wurden im Jahr 2018 die Daten von 543 Masern-Fällen übermittelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im Januar berichtet, dass 2017 weltweit die Zahl der Masern-Fälle um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sei.

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Symptome von Masern

Die Krankheit Masern geht mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Sie schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden. Gefährlich sind Masern vor allem für Säuglinge und Kleinkinder. Fachleute empfehlen daher zwei Impfungen im Kindesalter.

Brandenburg will nun auch prüfen, ob verpflichtende Impfungen auch gegen weitere Infektionskrankheiten notwendig sind. (dpa, AZ)

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