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Keine Entspannung

24.03.2020

Italien: Erneut mehr als 700 Corona-Tote an einem Tag

Domenico Arcuri, der italienische Sonderbeauftragte für Covid-19, bei einer Pressekonferenz vor dem Hauptquartier des Katastrophenschutzes.
Bild: Cecilia Fabiano/LaPresse/AP/dpa

Die WHO hatte erste Hoffnungszeichen gesehen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Krise in Italien Wirkung zeigen. Doch die jüngsten Zahlen sind ernüchternd

In Italien sind wieder mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft

Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer - das waren am Dienstag 743 mehr als am Vortag. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69.000, teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit.

Nach den seit dem 10. März bestehenden Ausgehverboten im Kampf gegen das Coronavirus war in Italien erste Hoffnung auf eine Trendumkehr aufgekommen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die Rekordzahl von rund 790 Todesopfern für einen Tag verzeichnet. Am schlimmsten von der Covid-19-Pandemie betroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei.

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Italiens Regierung erhöht die Geldstrafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Künftig sollen Verletzungen der strengen Regeln mit 400 bis 3000 Euro geahndet werden, kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Abend in Rom an. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.

Das von Conte vorgestellte Dekret sieht vor, das regionale Autoritäten im Kampf gegen das Virus zeitweise eigene Maßnahmen erlassen dürfen, wie der Premier ankündigte.

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100.000 Anzeigen wegen Verstößen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Kontrolliert wurden zum Beispiel Menschen, die versuchen, aus dem stark von der Covid-19-Krankheit betroffenen Norden in Ferienhäuser und zu Familien in den Süden zu fahren. Das ist nicht erlaubt. Außerdem gehen Sportler joggen, oder Menschen besuchen Freunde. Man darf jedoch die Wohnung nur verlassen, wenn man zum Beispiel unbedingt zur Arbeit muss, zum Arzt oder zum Einkaufen. (dpa)

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