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"James Bond"
19.05.2016

Schluss mit "Bond": Daniel Craig verzichtet auf 88 Millionen Euro

Wer wird wohl neuer James Bond? Daniel Craig will die Rolle angeblich nicht mehr spielen.
Foto: Jörg Carstensen (dpa)

Nach vier Jahren will Daniel Craig kein "James Bond" mehr sein. Wer die Rolle des 007 übernimmt, ist nicht klar. Spekuliert wird viel.

Sie wollten schon immer in die Rolle des James Bond schlüpfen? Dann ist womöglich der ideale Zeitpunkt um eine ansprechende Bewerbung zu verfassen. Denn Daniel Craig hat offenbar genug vom Heldentum. Das berichtete die Londoner Zeitung "Daily Mail" am Donnerstag.

Daniel Craig spielte vier Jahre lang den James Bond

Nach vier Jahren 007 will Daniel Craig die weltbeste Agentenrolle an den Nagel hängen, erzählte er der "Daily Mail". Das Filmstudio MGM habe ihn mit einer enormen Gage von rund 88 Millionen Euro für zwei weitere Bond-Filme ködern wollen - doch Craig habe endgültig abgesagt. "Daniel hat schlicht und einfach genug", zitierte das Blatt eine ungenannte Quelle. "Sie haben ihm einen Haufen Geld angeboten, aber er wollte es nicht."

Der Superagentendarsteller hatte bereits seit längerem eine Art Amtsmüdigkeit erkennen lassen. Im vergangenen Jahr scherzte er öffentlich, er werde sich "eher die Pulsadern aufschneiden", als noch einmal in die Rolle des James Bond zu schlüpfen. Seine Produzenten hatten aber gehofft, den erfolgreichen Darsteller noch umstimmen zu können.

Bei britischen Buchmachern werden bereits Wetten abgeschlossen, wer den nächsten James Bond verkörpern könnte. In Führung liegt in den Wetten der 35-jährige Tim Hiddleston. Dass Hiddleston in der vergangenen Woche mit dem Regisseur und der Ko-Produzentin der letzten Bond-Streifen gesehen wurde, gab den Gerüchten weiteren Auftrieb.

Wer wird der nächste James Bond?

Schon im März spekulierten Experten, wer wohl der nächste James Bond werden könnte. Damals standen diese Kandidaten zur Auswahl.

TOM HARDY: Liegt bei den britischen Buchmachern mit Abstand vorn. Dass er harte Kerle spielen kann, hat der 38-Jährige in "Mad Max: Fury Road" und "The Revenant" ausreichend unter Beweis gestellt. Als Gangsterboss in "Legend" zeigte er sich auch charmant, eine weitere Bond-Eigenschaft. Und Lust hätte er - oder hatte er im Oktober. Da sagte er dem "Evening Standard": "Ich würde es sehr gern machen. Wer nicht? Wenn ich die Chance bekäme, würde ich das richtig rocken."

Tom Hardy ist ein ganz heißer Bond-Kandidat.
Foto:  Will Oliver (dpa)

DAMIAN LEWIS: Der "Homeland"-Star ist mit 45 Jahren der älteste unter den Bond-Favoriten. Wenn er für mehrere Filme verpflichtet werden sollte, könnte das ein Nachteil sein. Britischen Charme hat der Londoner jedenfalls, der dasselbe Elite-Internat besuchte wie Premierminister David Cameron. Im September hieß es, Lewis habe bereits unterschrieben. Im Januar sagte er Moderatoren des Senders CBS: "Ich könnte es euch sagen, aber dann müsste ich euch töten."

Ein Blick in die Augen des neuen Bond? Damian Lewis wird hoch gehandelt.
Foto: Tim Brakemeier (dpa)

IDRIS ELBA: Nach der Debatte um die weiß dominierten Oscars wünschen sich viele erst recht einen schwarzen 007. Mit 43 Jahren ist er auch nicht mehr der Allerjüngste, aber eine Facebook-Seite "Wir wollen Idris Elba als James Bond" hat immerhin mehr als 35.000 Unterstützer. Die Spekulationen nerven ihn allerdings, dem "Telegraph" sagte er: "Genug ist genug. Ich kann nicht mehr drüber reden." Es fühle sich an, als sei er im Wahlkampf, dabei sei er das nicht.

Idris Elba wurde mit der TV-Serie «Luther» berühmt.
Foto:  Olivier Anrigo (dpa)

TOM HIDDLESTON: "Wenn es sich irgendwann ergibt, wäre das eine außergewöhnliche Gelegenheit", sagte der 35-Jährige erst Anfang März der "Sunday Times". Der Vater des gebürtigen Londoners ist Schotte - wie James Bond. Manche Kritiker finden Hiddleston, der wie Damian Lewis auf das Eliteinternat Eton ging, zu zart und jungenhaft für einen 007. Immerhin: In der BBC-Serie "The Night Manager" spielt er gerade einen britischen Ex-Soldaten und Geheimagenten. Übung hätte er also.

Zu jung? Zu zart? Tom Hiddleston.
Foto:  Luong Thai Linh (dpa)

MICHAEL FASSBENDER: Fassbender kam in Heidelberg als Sohn eines Deutschen und einer Nordirin zur Welt und wuchs in Irland auf. Ist der 38-Jährige britisch genug für Bond? Nun: Pierce Brosnan ist Ire, George Lazenby Australier. Der "Playboy" ermittelte Ende vergangenen Jahres, dass fast jeder zweite Deutsche Fassbender die Lizenz zum Töten zutraue. "Ich bin sehr geschmeichelt, dass Leute mich irgendwie damit verbinden, aber - ich weiß nicht", sagte er auf eine Frage des Filmportals "Screen Rant" - im Jahr 2011. Ob das wohl noch gilt?

Michael Fassbender hat das Bond-Styling drauf.
Foto:  Andrew Cowie (dpa)

HENRY CAVILL: Wäre fast schon mal Bond geworden, war den Produzenten 2005 aber zu jung - Craig bekam den Zuschlag. Jetzt spielt Cavill Superman und ist mit 32 Jahren alt genug. Dass er Lust hätte auf die Rolle, ist kein Geheimnis. "Es wäre wunderbar, eines Tages Bond zu spielen", sagte er dem britischen Magazin "Marie Claire", und forderte die Produzenten auf: "Wenn ihr das lest, ruft mich an." (AZ/afp)

Henry Cavill bei der Premiere von «Batman v Superman: Dawn of Justice» in London.
Foto: Facundo Arrizabalaga (dpa)
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