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Kriegsverbrecher-Prozess

03.07.2019

Jury spricht Navy-Seal "Eddie" Gallagher von Mordvorwurf frei

Navy Special Operations Chief Edward Gallagher (M.) mit seiner Frau. Ein Gericht sprach den Elitesoldaten nun vom Vorwurf des Mordes frei.
Bild: Gregory Bull/AP, dpa

Im Prozess um den Elitesoldaten Edward Gallagher ist das Urteil gefallen. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, im Irak Zivilisten getötet zu haben.

Im Prozess um Edward "Eddie" Gallagher ist das Urteil gefallen: Der hochdekorierte Soldat der US-Spezialeinheit Navy Seals ist von einer Jury bei einem Militärgerichtsverfahren vom Vorwurf der Ermordung eines Gefangenen freigesprochen worden.

Eine Sprecherin der US-Marine in San Diego teilte am Dienstag mit, die Jury habe den Elite-Soldaten Edward Gallagher nur in dem Anklagepunkt für schuldig befunden, dass er mit der Leiche des Gefangenen posiert habe. In allen anderen Anklagepunkten - darunter auch dem, im Irak auf Zivilisten geschossen zu haben - sei er freigesprochen worden. 

Wie hoch das Strafmaß für Gallagher nun ausfallen soll, soll laut der Sprecherin am heutigen Mittwoch verkündet werden. Die Verkündung war ursprünglich noch am Dienstag erwartet worden.

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Auch Präsident Trump schaltete sich in den Fall um Edward Gallagher ein

Der Fall um Edward Gallagher hatte in den USA für großes Aufsehen gesorgt. Gallagher, der unter anderem im Irak und Afghanistan im Einsatz war, war angeklagt, bei einem Einsatz im irakischen Mossul einen Kriegsgefangenen erstochen zu haben und neben dessen Leiche posiert zu haben. Der junge IS-Kämpfer war geschätzt erst 15 Jahre alt. Außerdem wurde Gallagher vorgeworfen, auf Zivilisten geschossen zu haben. Angeklagt war er in insgesamt sieben Punkten, darunter auch Justizbehinderung. Gallagher wies die Vorwürfe stets zurück. 

Wie der Sender CNN berichtet, könne der Anklagepunkt, in dem Gallagher schuldig befunden wurde, mit maximal vier Monaten Haft bestraft werden. Gallagher habe aber schon mehr als diese Zeit in Untersuchungshaft gesessen, womit eine etwaige Gefängnisstrafe bereits abgegolten sein dürfte.

Mitglieder aus Gallaghers Einheit hatten die Vorwürfe zur Anzeige gebracht. Die Verteidigung warf ihnen vor, ihren Chef angeschwärzt zu haben, weil sie mit seinem Führungsstil nicht klargekommen seien. Der Fall sorgte in den USA für Wirbel und weckte auch die Aufmerksamkeit von Präsident Donald Trump. Er hatte die Möglichkeit ins Spiel gebracht, Gallagher im Fall einer Verurteilung zu begnadigen.

"In Anerkennung seiner Leistungen für unser Land", wie Trump im März auf Twitter schrieb, wurde Gallagher in eine bessere Haft-Unterkunft verlegt, während er auf den Prozess wartete. (dpa/AZ)

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