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Wintersonnenwende

22.12.2017

Kalendarischer Winteranfang 2017: Die Feier in Stonehenge

Am Donnerstag ist astronomischer Winteranfang, Wintersonnenwende, und damit die längste Nacht des Jahres.
Bild: Felix Kästle (dpa)

Am Donnerstag war Wintersonnenwende - also kalendarischer Winteranfang 2017 und damit die längste Nacht des Jahres. Von da an werden die Tage endlich wieder länger.

Schnee und Eis zeigen es uns deutlich - der Winter ist da. Für die Meteorologen war der offizielle Winteranfang auch schon am 1. Dezember; kalendarischer und astronomischer Winteranfang war dagegen erst am 21. Dezember 2017 - also vergangenen Donnerstag.

Astronomischer oder kalendarischer Winteranfang 2017 heißt auch Wintersonnenwende: Die Sonne erreichte am Donnerstag um 17:28 Uhr den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn. Wir hatten an diesem Datum also den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Danach beginnt wieder der Aufstieg der Sonne zum Himmelsäquator. Sprich: Es bleibt von da an länger hell - die Tage werden wieder länger.

Die Wintersonnenwende - auch Thomasnacht genannt - ist immer am 21. oder 22. Dezember. Unsere Vorfahren sahen in diesem Tag nicht nur einen Grund zum Feiern. Das Datum war für sie vermutlich sogar so wichtig, dass sie dafür ein gigantisches Monument errichteten - Stonehenge. Wissenschaftler glauben, dass die gigantische Steinformation eine Art Kalender gewesen sein könnte, durch den die Sommer- und die Wintersonnenwende vorausgesagt wurde.

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Bild: Neil Munns (dpa)

Wintersonnenwende 2017: Die Feier in Stonehenge

Wenn die Sonne am Morgen nach der Wintersonnenwende in Stonehenge aufgeht, ist dort traditionell die Hölle los. So auch heute: Etwa 5000 Menschen haben am Freitagmorgen an der Feier zur Wintersonnenwende in Stonehenge teilgenommen. Darunter waren auch zahlreiche Partygänger und Anhänger heidnischer Kulte.

Sie haben sich vom Regen nicht abhalten lassen - am Steinmonument wurde getanzt, gesungen und getrommelt. Die Veranstalter sprachen von einem friedlichen Fest.

Die Sonnenwenden im Winter und Sommer ziehen besonders viele Menschen an. Insgesamt haben nach Angaben der zuständigen Organisation English Heritage rund 1,4 Millionen Menschen das Monument nahe der Stadt Salisbury im Jahr 2017 besucht. Denn das Unesco-Weltkulturerbe ist auch ein spiritueller Ort.

"Für manche ist Stonehenge wie eine Kirche", sagt Kuratorin Heather Sebire. "Manchmal kommt es vor, dass Menschen den Steinkreis trotz des Verbots betreten." Um das zu verhindern und die Steine zu schützen, arbeitet English Heritage mit einem Sicherheitsdienst zusammen.

An den Tagen der Sonnenwenden hat er besonders viel zu tun. Allein zur Sommersonnenwende im Juni kamen in diesem Jahr rund 13.000 Besucher nach Stonehenge. Zur Wintersonnenwende 2017 erwartet English Heritage ebenfalls Tausende. "Darunter werden auch Druiden, Barden und andere Angehörige heidnischer Kulte sein", sagt Sebire.

Wintersonnenwende ist kalendarischer Winteranfang

Rund um die längste Nacht des Jahres war das Wetter bei uns in den vergangenen Jahren nur selten bitterkalt.

  • 2016 lag die Höchsttemperatur in Augsburg am 21. Dezember laut wetteronline.de bei knapp vier Grad.
  • 2015 war es am 22. Dezember über 12 Grad "warm".
  • 2014 erreichte das Thermometer am 22. Dezember bis zu acht Grad.
  • 2013 fröstelten die Augsburg am 21. Dezember bei knapp unter vier Grad.
  • 2012 lag die Spitzentemperatur am 21. Dezember in Augsburg bei rund fünf Grad.

Dieses Jahr wird die Höchsttemperatur zur Wintersonnenwende 2017 in der Region etwa vier Grad betragen. Auch Druiden sollten sich also etwas wärmer anziehen. (AZ)

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