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Mönchengladbach

06.02.2018

Keine Zeit zum Ausschlafen: Vater soll Säugling ermordet haben

Der 29-Jährige Vater steht unter Tatverdacht, sein sechs Wochen altes Baby erstickt zu haben.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Der 29-Jähriger wird verdächtigt, sein sechs Wochen altes Baby getötet zu haben. Die Ermittler vermuten, dass er mit der Ermordung die Verletzungen des Kindes vertuschen wollte.

Ein 29-jähriger Vater soll in Mönchengladbach sein Baby ermordet haben, um vorangegangene schwere Misshandlungen zu vertuschen. Gegen den Mann wurde nach Angaben der Ermittler Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Da er sich nach der Geburt des Kindes in seinen Gewohnheiten eingeschränkt fühlte und nicht mehr bis mittags schlafen konnte, habe er angefangen, den kleinen Ben zu quälen - vier Wochen nach der Geburt des Babys, sagte ein Ermittler am Dienstag. 

Der Zustand des Kindes sei durch die innere Verletzungen immer schlechter geworden. Daher habe die Mutter zum Arzt gehen wollen. Der Vater, ein Deutscher, habe dann in der Nacht zu vergangenen Donnerstag beschlossen, das Kind zu töten. Der 29-Jährige habe die Tat mutmaßlich verübt, um vorher von ihm über einen Zeitraum von zwei Wochen begangene Misshandlungen zu verdecken, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag. Rechtsmediziner stellten bei der Obduktion den Erstickungstod des Jungen fest. 

Die Mutter sitzt in Untersuchungshaft

Der Haftbefehl lautete zunächst auf Totschlag. Angesichts der Ermittlungsergebnisse wurde der Vorwurf im Fall des Vaters nun auf Mord abgeändert. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die 30-jährige Mutter von den Misshandlungen des Vaters wusste und die trotzdem nicht verhinderte. Die Deutsche sitze wegen des Verdachts des Totschlags und der Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen in Untersuchungshaft. (afp/dpa)

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