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Childhood-Haus

06.09.2019

Königin Silvia eröffnet Zentrum für missbrauchte Kinder

Königin Silvia von Schweden besichtigt Räume des ersten Kinderschutzzentrum ihrer Childhood-Stiftung in Leipzig.
Bild: Jan Woitas (dpa)

Missbrauchte Kinder müssen häufig mehrfach bei Behörden und Ärzten ihre Leiden schildern. Childhood-Häuser sollen Betroffene davor schützen, traumatische Erlebnisse mehrfach schildern zu müssen.

Die schwedische Königin Silvia hat für interdisziplinäre Hilfe für misshandelte und sexuell missbrauchte Kinder geworben.

Die von ihrer Stiftung geförderten Childhood-Häuser setzten diese "wunderbare Idee" um, sagte die Majestät am Donnerstag in Heidelberg anlässlich der Eröffnung des zweiten Childhood-Hauses in Deutschland. "Die belasteten Kinder erhalten dort einen geschützten Raum." Mehrfach-Befragungen der Opfer in Ermittlungsverfahren könnten verhindert, Fachwissen und Kenntnisse könnten gesammelt und weitergegeben werden. Die 75 Jahre alte Mutter dreier Kinder fügte hinzu: "Für die Kinder ist es entscheidend, dass die Zuständigen zusammenarbeiten." Sie bräuchten verantwortungsvolle Erwachsene, die ihnen zuhören und sie ernst nehmen.

Im Childhood-Haus kümmert sich ein Team von Spezialisten aus Polizisten, Ärzten, Psychologen, Richtern und Mitarbeitern der Jugendhilfe um die Opfer von Gewalt. Das Konzept kommt aus Skandinavien. Das erste Childhood-Haus wurde vor einem Jahr in Leipzig eröffnet.

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Königin Silvia, gebürtige Heidelbergerin, hat die Childhood-Stiftung vor 20 Jahren gegründet. Sie investiert einen sechsstelligen Betrag für Koordination, Projektmanagement, Fortbildung und räumliche Ausstattung in das Vorhaben in Trägerschaft des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Heidelberg. Für die technische Ausrüstung spendete die Klaus Tschira Stiftung einen wesentlichen Beitrag. (dpa)

Klaus Tschira Stiftung

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