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Die Gang-Kriminalität forderte kürzlich ihr bislang prominentestes Opfer: Der 19-jährige Rapper Einár wurde in einem Wohngebiet im Süden Stockholms erschossen. Die Journalistin Johanna Bäckström Lerneby sagt: „Das Problem ist in der politischen Debatte angekommen. Wenn wir darüber reden, können wir auch etwas dagegen tun.“

Gang-Kriminalität in Schweden: Es war einmal ein Idyll

Foto: Christine Olsson/TT News Agency/AP/picture alliance/dpa

Schweden ist das Land aus den Märchenbüchern – und zugleich Europas Hochburg krimineller Banden. Immer wieder geraten Unschuldige in deren Schießereien. Warum eskalierte die Gewalt dort derart?

Versehentlich getroffen. Diese zwei Wörter lassen in Schweden die Angst umgehen. Erst im Juli sind die Opfer einmal mehr ganz jung: Die beiden Kinder, fünf und sechs Jahre alt, spielen am frühen Abend auf einer Fußgängerbrücke im Stockholmer Vorort Visättra. Unter der Brücke verläuft die Straße durch ein Wohngebiet. Keins mit hübschen roten Einfamilienhäusern, eines mit braunen Wohnkomplexen. Dann fallen Schüsse.

Beide Kinder werden getroffen, verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ist mit vielen Kräften vor Ort, durchkämmt die Gegend auf der Suche nach den Tätern, klingelt an Haustüren möglicher Zeugen. Kurz vor Mitternacht kommt die Entwarnung aus dem Krankenhaus: Lebensgefährlich verletzt sind die Kinder nicht. Fast genauso schnell stellt sich heraus: Sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Zufallsopfer, versehentlich getroffen.

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