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Oberhaus des russischen Parlaments ratifiziert Annexion ukrainischer Gebiete
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Kritik
17.02.2016

Sekte des Schreckens: Emma Watson in "Colonia Dignidad"

Auf der Flucht: Lena (Emma Watson) und Daniel (Daniel Brühl) geraten während des Militärputschs in die brutalen Straßenkämpfe Santiagos.
Foto: Ricardo Vaz Palma/Majestic (dpa)

In "Colonia Dignidad" leben rund 300 Menschen unter einem autoritären Regime. Ob der Film mit Emma Watson und Daniel Brühl sehenswert ist, erfahren Sie hier.

1961 gründete der ehemalige evangelische Jugendpfleger Paul Schäfer in Chile die „Colonia Dignidad“. In dem 30000 Hektar großen Areal lebten hinter dem Zaun bis zu 300 Menschen unter einem autoritären Sektenregime, das Männer und Frauen streng voneinander trennte, seine Mitglieder zu Fronarbeit zwang und in dem Kinder von dem Gründungsvater regelmäßig sexuell missbraucht wurden. Aber Schäfer war nicht nur ein pädophiler Guru, sondern kollaborierte auch eng mit dem Pinochet-Regime. Unter dem Sektengelände wurde ein Katakomben-System angelegt, in dem politische Gegner gefoltert wurden.

Colonia Dignidad mit Emma Watson und Daniel Brühl

Nun blickt der Regisseur Florian Gallenberger, der in „John Rabe“ die humanitären Verdienste eines deutschen Kaufmannes im Zweiten Weltkrieg gewürdigt hat, auf die dunkle Seite der deutschen Seele. Er hat seinen Film als englischsprachige, internationale Produktion aufgezogen und zwei Stars unter Vertrag genommen. Emma Watson spielt die Lufthansa-Stewardess Lena, die kaum, dass sie in Santiago gelandet ist, ihren Revoluzzer-Liebhaber Daniel (Daniel Brühl) erspäht, der sich als Fotograf für Allendes Regierung einsetzt. Als Pinochet putscht, wird Daniel in die Colonia Dignidad verschleppt, wo er mit Elektroschocks gefoltert wird. Lena macht sich auf die Suche und tritt in die Sekte ein, um ihn zu befreien.

Im Gewand eines allzu klassischen Gefangenenbefreiungs-Thrillers erzählt Gallenberger von dem Leben in der autoritären Sekte und den Untaten ihres Führers, den Michael Nyqvist („Millenium“) mit beängstigender Ruhe und Aggression spielt. Aber er schafft es nicht, tiefer in das Phänomen „Colonia Dignidad“ einzudringen. Schäfers System wird als pure Gewaltherrschaft dargestellt, ohne die Strukturen und Strategien, mit denen die Sektenjünger abhängig gehalten werden, eingehender zu beleuchten. ***

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