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"Für Janina"

10.11.2018

Kritik zum "Polizeiruf 110": Das Rätsel von Rostock

Peter Trabner (links), Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner in einer Szene des "Polizeiruf 110: Für Janina", der am Sonntag (11.11.2018) um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.
Bild: Christine Schroeder, NDR, dpa

Janina wurde vergewaltigt und getötet. Ein rätselhafter Mord. Ermittlungstechnisch und privat haben die Hauptfiguren in diesem "Polizeiruf 110" zu kämpfen. Die Kritik.

Janina ist tot. Vergewaltigt. Opfer eines ungeklärten Mords von 1988. Der dringend Tatverdächtige wurde damals freigesprochen. Der rätselhafte Mord, an dem Kripochef Henning Röder (Uwe Preuss in einer Paraderolle für Polizeibeamte) schwer zu beißen hat, wird neu aufgerollt. Nicht nur ermittlungstechnisch ist dieser „ Polizeiruf 110“ aus Rostock ein Problem für die Kommissare Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner). Die beiden waren sich ja näher gekommen, nachdem sie anfangs viel Stress miteinander hatten.

Man erinnert sich: Nachdem König nach einem Vergewaltigungsversuch den Täter mit einem Schraubenschlüssel verletzt hatte, machte Bukow für sie eine Falschaussage. Was sich rächt, weil König ein Geständnis ablegt und beide eine Geldstrafe aufgebrummt bekommen. Bukow, ordentlich angefressen, soll nun zusammen mit der Profilerin den Fall lösen – ungeachtet aller Konflikte.

"Polizeiruf 110" - Kritik: Ein guter Krimi zwischen Aggressivität und Abgründen

Der Reiz der Episode „Für Janina“ liegt in dem Kampf, den die Hauptfiguren austragen: Die Aggressivität der Fallanalytikerin, die mit allen Mitteln den Täter überführen will, kontrastiert mit einem überraschenden psychologischen Vorgehen Bukows. Dass „Für Janina“ ein guter Krimi geworden ist, hat – abseits des Mordfalls – viele Gründe. Den Blick in die seelischen Abgründe des mutmaßlichen Mörders Guido Wachs (Peter Trabner), private Reminiszenzen von Bukow und König, die sagt: „Ich dachte, ich bin die, die Ihnen am meisten bedeutet.“ Und Bukow, der die Verbrecherjägerin anherrscht: „Ihr Engagement für die Menschlichkeit ist falsch verstandene Eitelkeit.“ Dass der Mörder am Ende enttarnt wird, versteht sich fast von selbst.

Bukow und seine Kollegin finden schließlich zu einem Kompromiss. Als der prollige Ermittler seine Geldprobleme auf unsaubere Art lösen möchte, rügt ihn König: „Das ist so erbärmlich.“ Aber darf ausgerechnet sie die Moralistin geben? Bukows Antwort auf den Vorwurf der Erbärmlichkeit könnte lapidarer nicht sein: „Ja“.

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