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Kunstbiennale
29.06.2014

Manifesta in St. Petersburg: Tabu Thema "Homosexualität" im Fokus

Bei der Kunstbiennale Manifesta 10 in St. Petersburg steht die Auseinandersetzung mit Tabuthemen und kulturellen Traditionen von Russland im Fokus.
Foto: Anatoly Maltsev(dpa)

Bei der diesjährigen Manifesta in St. Petersburg steht die Auseinandersetzung mit der in Russland tabuisierten Homosexualität und kulturellen Traditionen des Landes im Blickpunkt.

Reichlich politische Kunst gibt es bei der diesjährigen Manifesta in St. Petersburg. Die von Boykottaufrufen begleitete europäische Kunstbiennale hat ihr viermonatiges Gastspiel begonnen. Bis 31. Oktober sind in der weltberühmten Eremitage auch Arbeiten zu sehen, die sich mit der russischen Opposition und der Politik von Kremlchef Wladimir Putin beschäftigen. Rund 50 Künstler sind vertreten. Ausgestellt werden auch Werke von Klassikern der zeitgenössischen Kunst wie Joseph Beuys und Gerhard Richter.

Manifesta in St. Petersburg: Klassisches Ballet und Homosexualität

Im Blickpunkt steht vor allem eine Auseinandersetzung mit der in Russland tabuisierten Homosexualität sowie mit den kulturellen Traditionen des Riesenreiches, mit klassischem Ballett zum Beispiel. An den 125 Ausstellungstagen werden rund 500 000 Besucher erwartet.

Die Säle im Winterpalast und im Generalstabsgebäude der Eremitage öffneten am Samstag plangemäß, wie die Organisatoren mitteilten. Viele Künstler hatten zum Boykott der Schau aufgerufen, um gegen die international umstrittene Politik Russlands zu protestieren.

250 Jahre Eremitage: Manifesta 10 ist Teil des Jubiläums

Die Wanderbiennale hatte sich dennoch für den Ort entschieden, um nicht etwa russisch-orthodoxen Aktivisten und anderen Gegnern klein beizugeben. Die Eremitage, eines der weltweit bedeutendsten Museen, feiert in diesem Jahr ihr 250-jähriges Bestehen. Die Manifesta ist offizieller Teil des Jubiläums.

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