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Mexiko City

22.05.2019

Lamborghini bis VW-Käfer: Mexiko versteigert Autos von Drogenbossen

Bei Einsätzen gegen mexikanische Drogenkartelle werden auch deren Autos konfisziert. Nun will Mexikos Präsident die Wagen versteigern lassen.
Bild: dpa-Archiv

Bei Einsätzen gegen die Drogenbosse Mexikos werden häufig auch deren Autos beschlagnahmt. Diese kann man nun ersteigern.

Die mexikanische Regierung versteigert eine ganz spezielle Autoflotte mit zwielichtigen Vorbesitzern: Am kommenden Sonntag kommen bei einer Auktion in der ehemaligen Präsidentenresidenz Los Pinos in Mexiko-Stadt von Drogenkartellen beschlagnahmte Fahrzeuge unter den Hammer.

Mexiko versteigert Autos von Drogenbossen: Diese Wagen sind im Angebot

Im Angebot sind 82 Autos - vom VW-Käfer zum Startpreis von 10.000 Pesos (470 Euro) bis hin zu einem Lamborghini Murciélago ab 1,47 Millionen Peso (69.000 Euro). Im Angebot sind auch gepanzerte Geländewagen aus dem Fuhrpark des Präsidialamts sowie von Verbrechersyndikaten beschlagnahmte Autos der Marken Mercedes Benz, BMW und Porsche.

"Alles, was wir beschlagnahmen, soll den Menschen zugute kommen", sagte der linksnationalistische Präsident Andrés Manuel López Obrador am Dienstag. Die Einnahmen der Aktion seien für Dörfer im armen Bundesstaat Guerrero bestimmt. Später sind auch noch Versteigerungen von Immobilien und Schmuck geplant. Außerdem will López Obrador den Präsidentenflieger und die Hubschrauber-Flotte der Regierung verkaufen. Kritiker werfen dem Präsidenten wegen seiner zur Schau getragenen Bescheidenheit Populismus vor.

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Versteigerung von Autos - was hinter der Aktion des Präsidenten steckt

López Obrador hatte vor Kurzem versprochen, ein "Robin-Hood-Institut" werde dem Volk das Diebesgut der Verbrecher und Korrupten zurückgeben. Tatsächlich wickelt nun eine bereits bestehende Unterabteilung des Finanzministeriums die Versteigerung der beschlagnahmten Güter ab.

Das organisierte Verbrechen hat Mexiko fest im Griff. Teile des Landes werden von mächtigen Drogenkartellen kontrolliert, Korruption ist weit verbreitet. Sicherheitsexperten raten seit langem, verstärkt die Finanzstrukturen der Verbrechersyndikate ins Visier zu nehmen, anstatt immer nur Jagd auf die Kartellbosse zu machen.

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